Bayern-Star Jamal Musiala hat in einem Interview tiefe Einblicke in seine Leidenszeit nach einer schweren Verletzung gegeben. „Ich habe noch nie innerhalb eines Jahres so viel gelernt. Die Rückkehr auf den Platz schien endlos weit weg“, sagte der 23-Jährige im Gespräch mit dem Magazin „Esquire“.
Der Unfall und seine Folgen
Bei der Club-Weltmeisterschaft 2025 hatte sich Musiala nach einem Zusammenprall mit PSG-Torwart Gianluigi Donnarumma das Wadenbein gebrochen und zudem eine schwere Sprunggelenksverletzung zugezogen. Eine Operation war unumgänglich, gefolgt von einer monatelangen Rehabilitation.
Der lange Weg zurück
Um nach der langen Pause wieder zu alter Stärke zu finden, griff Musiala auf verschiedene Methoden zurück: Bücher, Gespräche mit seiner Mutter und mit Fachleuten halfen ihm. „Kopfkino und negative Gedanken? Hilft dir alles keinen Meter weiter. Das musst du so schnell wie möglich rauskriegen aus der Birne“, erklärte er. Es sei harte Arbeit gewesen, wieder Freude zu empfinden. „Erst im Gym, dann in der Reha, dann wieder am Ball“, so der Nationalspieler.
Die Verletzungszeit als Chance
Musiala betrachtete die Verletzungszeit als „perfekten Zeitpunkt, alles mal zu durchdenken“. Er stellte sich Fragen wie: „Was für ein Spieler bin ich? Was für eine Person bin ich? Und wie kann ich es schaffen, als besserer Spieler und vielleicht sogar als bessere Person zurückzukommen?“
Physische und psychische Herausforderungen
Physisch sei es „knüppelhart“ gewesen, wieder Selbstbewusstsein in den eigenen Körper zu bekommen und Vertrauen in den eigenen Fuß zu fassen. Auch psychisch war es eine große Aufgabe, die Überzeugung zu entwickeln, „dass du besser und stärker aus der Nummer rauskommen wirst. Wenn du davon nicht überzeugt bist, kannst du körperlich arbeiten, so viel du willst“, berichtete Musiala.
Es sei grundsätzlich wichtig, den Kopf freizubekommen. Ihm gelinge das auch mit Musik: „Jeder Song hat seinen Vibe und kann genau das sein, was du gerade brauchst“, sagte Musiala. „Aber auch in aller Stille sitzen kann der Trick sein. Im Zweifel: Meditation.“ Diese Technik soll ihm auch bei der anstehenden Weltmeisterschaft helfen.



