Neubrandenburg wird zum Schauplatz für Europas beste IT-Nachwuchstalente. Am 18. Mai beginnt der fünfte Internationale Albert-Einstein-Cup am Albert-Einstein-Gymnasium. 19 Teilnehmer aus elf Nationen und vier Kontinenten treten in zwei IT-Berufen gegeneinander an. Die Veranstaltung läuft parallel zu den SkillsDays 2026 von WorldSkills Germany e. V., dem nationalen Dachverband für Berufsbildungswettbewerbe.
Bundesweites Leistungszentrum vor Ort
Das Albert-Einstein-Gymnasium in der Demminer Straße ist bundesweites Leistungszentrum für Softwareentwicklung. Bundestrainer Dr. Olaf Kappler begleitet die Wettbewerbe. Das Programm umfasst eine feierliche Eröffnung, mehrere Wettbewerbssessions sowie ein Speedprogramming-Format. Den Abschluss bildet am 21. Mai eine Siegerehrung in der Neubrandenburger Konzertkirche. Einlass ist ab 16 Uhr, Beginn um 17 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei. Karten sind in der Schule oder am Veranstaltungstag vor Ort erhältlich. Wer nicht vor Ort sein kann, verfolgt den Wettbewerb im Livestream auf dem YouTube-Kanal GermanITSkills.
SkillsDays 2026: Austausch und Vernetzung
Zeitgleich finden vom 20. bis 22. Mai die SkillsDays 2026 statt. Sie bringen rund 70 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Bildung zusammen. Auf dem Programm stehen die Mitgliederversammlung von WorldSkills Germany sowie Fachsitzungen der Bundes- und Leistungszentren. Ein eigenes Format, „Wirtschaft vor Ort“, führt die Teilnehmenden zu regionalen Unternehmen: geplant sind Besuche bei Weber Food Technology SE & Co. KG, der Mecklenburger Metallguss GmbH sowie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Neustrelitz.
Eröffnung und Diskussion
Die Eröffnung beginnt am Mittwoch um 15 Uhr in der Schulmensa, verbunden mit dem Auftakt der MSE-Wirtschaftstage. Anschließend diskutieren rund 30 Vertreter aus Politik, Bildung und Wirtschaft über moderne Lehrpläne und Best-Practice-Konzepte aus Mecklenburg-Vorpommern.
Wichtiger Moment für die Branche
Der Wettbewerb findet in einem Moment statt, in dem die Softwareentwicklung grundlegend unter Druck geraten ist. KI-Assistenten übernehmen inzwischen Routineaufgaben, die noch vor wenigen Jahren das Kerngeschäft von Berufseinsteigern ausmachten: Boilerplate-Code schreiben, einfache Fehler suchen, Schnittstellen dokumentieren. Was Wettbewerbe wie der Albert-Einstein-Cup zeigen, ist die andere Seite: Wer Systeme nicht nur bedienen, sondern entwerfen, debuggen und unter Wettkampfdruck eigenständig lösen kann, ist auch im KI-Zeitalter schwer ersetzbar.



