Benefizkonzert stärkt Hospizarbeit: 750 Euro für würdevolles Sterben in Prenzlau
Benefizkonzert stärkt Hospizarbeit in Prenzlau

Benefizkonzert stärkt Hospizarbeit: 750 Euro für würdevolles Sterben in Prenzlau

In der katholischen Kirche St. Maria-Magdalena in Prenzlau fand eine bedeutsame Scheckübergabe statt, die die Verbindung von Kultur und sozialem Engagement eindrucksvoll demonstriert. Die Uckermärkische Kulturagentur überreichte einen Scheck über 750 Euro an Matthias Blume, den Vorstandsvorsitzenden des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin. Diese Summe ist für das Evangelische Hospiz Prenzlau bestimmt, das sich derzeit in der Bauphase befindet und voraussichtlich im September 2026 seine Türen öffnen wird.

Weihnachtliches Konzert als Brücke zur Hilfe

Die Spende stammt aus dem traditionellen weihnachtlichen Benefizkonzert der Uckermärkischen Kulturagentur im Dezember 2025. In der festlich geschmückten Kirche begeisterte das Preußische Kammerorchester unter der Leitung von Dirigent Thomas Hennig gemeinsam mit der Sopranistin Lara Hüsges das Publikum mit einem stilvollen Programm. Diese Veranstaltung zeigte auf beeindruckende Weise, wie künstlerische Darbietungen nicht nur Gemeinschaft stärken, sondern auch konkrete finanzielle Unterstützung für wichtige soziale Projekte generieren können.

Bei der feierlichen Übergabe betonte Pfarrer Matthias Blume die immense Bedeutung externer Unterstützung für die Hospizarbeit. Er konnte dabei erfreuliche Neuigkeiten mitteilen: „Alle benötigten Mitarbeiter für das Hospiz in der Kreisstadt sind gefunden und haben ihre Einstellungszusagen bereits erteilt.“ Um von Beginn an eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten, sind zwei teambildende Tage geplant. Blume unterstrich, dass professionelle Personalressourcen und angemessene Rahmenbedingungen unverzichtbar seien, um den Menschen einen würdevollen Abschied zu ermöglichen.

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Das neue Hospiz: Raum für Abschied und Gemeinschaft

Im neuen Hospizgebäude, das gegenüber der Kreismusikschule entsteht, werden zwölf Gästezimmer eingerichtet. Pfarrer Blume erläuterte: „Es gibt jedoch zwei zusätzliche Räume. Diese ermöglichen uns einen entspannten Wechsel und den Angehörigen ausreichend Zeit für den Abschied. Das kann schon mal 24 Stunden in Anspruch nehmen, wenn Familienangehörige lange Anfahrtswege zu bewältigen haben.“

Der Bedarf an Hospizplätzen wächst stetig, was Blume auf die zunehmende Enttabuisierung des Themas Sterben und oft fehlenden familiären Rückhalt zurückführt. Trotz Wartelisten bleibt er optimistisch: „Wir sind hier in der Uckermark auf unterstützende Menschen gestoßen. Sterben gehört zum Leben, und Menschen brauchen Zusammenhalt.“

Kultur als Sprache der Solidarität

Bálint Gergely, Cellist und Mitglied des Aufsichtsrats der Uckermärkischen Kulturagentur gGmbH, formulierte den kulturellen Auftrag der Region prägnant: „Musik ist unsere Sprache, damit können wir viel bewirken. Einen guten Zweck zu unterstützen, ist uns wichtig.“ Er berichtete von persönlichen Erfahrungen im Angehörigenkreis und dem emotionalen Moment des Loslassens, den er während des Musizierens erlebte: „Musik kann Wunder bewirken, ich war dabei.“

Eduard Liebscher, Vertreter der Katholischen Kirche, hob die Bereitschaft der Kirchengemeinde hervor, die St.-Maria-Magdalena-Kirche für Konzerte des Preußischen Kammerorchesters zu öffnen. Diese Kooperation zeigt, wie verschiedene Institutionen gemeinsam Gutes tun und soziale Verantwortung übernehmen können. Die Veranstaltung unterstreicht, dass Sterben in Würde nicht nur professionelle Strukturen, sondern auch ein starkes Gemeinschaftsgefüge benötigt, das durch kulturelle Initiativen wie dieses Benefizkonzert gestärkt wird.

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