Zeitzeugen berichten: Pflegekräfte erinnern an Tornado in Bützow und Klinik-Chaos
Pflegekräfte berichten über Tornado-Folgen für Warnow-Klinik

Zehn Jahre nach der Katastrophe: Pflegekräfte erinnern an Tornado-Chaos in Bützow

Eine Schneise der Zerstörung hinterließ ein verheerender Tornado vor mehr als einem Jahrzehnt in der mecklenburgischen Stadt Bützow. Am 5. Mai 2015 rissen die extremen Windböen zahlreiche Dächer ab und knickten unzählige Bäume wie Streichhölzer um. Besonders betroffen war die Warnow-Klinik, wo sich Metallplatten des Gebäudes um Baumstämme wickelten und teilweise bis zum Bützower See getragen wurden.

Zeitzeugengespräch mit Pflegefachkräften

Die damaligen Pflegefachkräfte Monique Mauck und Christin Drews werden am 29. März um 18 Uhr im Krummen Haus in Bützow über die unmittelbaren Folgen des Tornados für das Krankenhaus berichten. In dem Gespräch schildern sie, wie der Klinikbetrieb unter den extremen Bedingungen organisiert wurde und welche Herausforderungen das Pflegepersonal bewältigen musste. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Führung und Gespräch innerhalb der aktuellen Ausstellung Tornado in Bützow, die noch bis zum 5. Mai 2026 zu besichtigen ist.

Vielseitiges Programm zum Jahrestag

Das Projekt zum zehnten Jahrestag des Tornados wird von der Stadt Bützow gemeinsam mit dem Kunsthaus Bützow und der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde umgesetzt. Die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung fördert das Vorhaben aus Erträgen der Lotterie Bingo. Neben der Ausstellung bietet Bützow ein umfangreiches Begleitprogramm:

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  • TechnoThek-Nachmittag am 20. März von 14 bis 18 Uhr: Kinder ab acht Jahren, Jugendliche und Eltern können experimentieren, bauen oder programmieren. Fünf Ehrenamtliche unterstützen die Teilnehmer vor Ort.
  • Literaturabend am 24. März um 19 Uhr: Unter dem Titel Was liest Du? findet ein offenes Treffen für Literaturinteressierte statt. Tee und Gebäck werden angeboten, die Teilnahme ist mit oder ohne eigenes Buch möglich.
  • Dokumentarfilmvorführung am 25. März um 19.30 Uhr: Gezeigt wird Stolz und Eigensinn von Gerd Kroske. Der Film basiert auf Interviews mit ostdeutschen Frauen über ihre Arbeit in Industriebetrieben vor 1989, die der Regisseur mit aktuellen Perspektiven ergänzt hat. Der Eintritt kostet vier Euro.

Praktische Informationen für Besucher

Gruppen können Führungen durch die Tornado-Ausstellung buchen. Alle relevanten Informationen stehen auf der Website buetzow.de sowie als Flyer zur Verfügung. Rückfragen beantwortet Andrea Theis im Krummen Haus unter der Telefonnummer 038461 4051. Die Filmreihe wird in Kooperation mit dem Filmklub Güstrow und Mobiles Kino Güstrow organisiert.

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