Für viele Mütter beginnt nach der Geburt bei aller Freude und allem Glück auch eine belastende Zeit – das Wochenbett. Doch was Schauspielerin Hayden Panettiere (36) erlebte, ging weit darüber hinaus. Nach der Geburt ihrer Tochter Kaia erlebte sie eine postpartale Depression, die sie zunächst nicht einordnen konnte. „Ich bekam meine Tochter und ich wusste, etwas stimmt nicht. Es war schrecklich.“
Die Erkrankung traf sie entgegen aller Erwartungen
Statt Nähe und Glück beschreibt Panettiere Angst, Stress und Distanz zum eigenen Kind: „Ich konnte einfach nicht so eine Verbindung zu ihr aufbauen, wie sie hätte sein müssen“, erzählte Hayden Panettiere jetzt im „Jay Shetty Podcast“. Doch was war nur mit ihr los?
Wenn Gefühle nicht einzuordnen sind
„Es herrscht viel Stigma rund um postpartale Depression“, sagt Panettiere. Auch sie selbst erkannte lange nicht, was mit ihr geschah. Um zu funktionieren, unterdrückte sie ihre Gefühle, Alkohol wurde zum vermeintlichen Ausweg: „Man hat kurz die Illusion, dass er hilft, aber eigentlich geht das nach hinten los.“
Schließlich wurde der Leidensdruck zu groß. Sie offenbarte sich ihrem damaligen Partner und Vater ihrer Tochter, Wladimir Klitschko: „Ich brauche Hilfe. Ich kann so nicht weiterleben.“ Dennoch wurde zunächst nur das Alkoholproblem behandelt – die eigentliche Ursache blieb unerkannt. „Ich dachte, ich würde wohl für den Rest meines Lebens depressiv sein.“
Späte Erkenntnis bringt Klarheit
Erst durch eine eigene Recherche erkannte sie rund zehn Monate nach der Geburt von Tochter Kaia, woran sie wahrscheinlich litt: an postpartaler Depression. Diese Einordnung war ein Wendepunkt, auch wenn der Weg aus der Erkrankung Jahre dauerte. Im Hintergrund stand auch die Entscheidung, dass ihre Tochter schließlich dauerhaft beim Vater Wladimir Klitschko in Europa leben würde. Panettiere beschreibt diesen Schritt als notwendig für das Wohl des Kindes – nicht als freiwilligen Verzicht.
Postpartale Depression ernst nehmen!
Heute nutzt sie ihre Geschichte, um über postpartale Depression aufzuklären. Ihre Botschaft: „Es ist real. Das ist nichts, was wir uns ausdenken oder wollen. Wir haben nicht den Verstand verloren und wir lügen nicht, wenn wir sagen, dass etwas nicht stimmt und wenn wir in Tränen aufgelöst sind. Wir haben keine Kontrolle darüber. Es ist das Letzte, was wir durchmachen wollen. Wir wollen mit unserem neugeborenen Kind zusammen sein und voller Freude sein und jeden Moment genießen.“ Doch leider sei genau das erkrankten Müttern ohne Hilfe nicht möglich.



