Modernes Polizeirevier für Waren: Baubeginn noch in diesem Jahr
In der Müritzstadt Waren steht ein bedeutendes Bauprojekt bevor: Ein neues Polizeihauptrevier mit einem Investitionsvolumen von 13,7 Millionen Euro wird errichtet. Der Spatenstich für das prestigeträchtige Vorhaben ist für Ende August 2026 vorgesehen, während der Umzug der Polizeibeamten in das moderne Gebäude bis zum Jahresanfang 2029 erfolgen soll.
Abschied vom DDR-Bau von 1971
Noch etwa drei Jahre müssen die Warener Polizisten in ihrem aktuellen Revier am Mühlenberg ausharren, einem in die Jahre gekommenen DDR-Bau aus dem Jahr 1971. Die lang ersehnte Verbesserung der Arbeitsbedingungen rückt nun jedoch in greifbare Nähe, nachdem die Finanzierung im Landeshaushalt gesichert wurde.
Jens Rott, Leiter des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes Neubrandenburg, zeigte sich erfreut: „Das ist insofern erfreulich, weil es in den Vorjahren immer hieß, es sei für das Projekt kein Geld da.“ Rott präsentierte die Pläne kürzlich im Warener Stadtentwicklungsausschuss und bestätigte, dass mit den eigentlichen Bauarbeiten gegen Ende des Jahres begonnen werden soll.
Architektonische Besonderheiten und Sicherheitsaspekte
Das neue Polizeigebäude entsteht am Kreisverkehr in der Teterower Straße und wird sich architektonisch deutlich von Standard-Polizeirevieren im Land abheben. „Hier bauen wir schöner“, betonte Rott. Die Gestaltung sieht abgerundete Ecken vor, die an Gebäude der 1920er Jahre erinnern, sowie eine Fassade mit dunklen und hellen Klinkerbereichen. Die charakteristische Polizeifarbe Blau wird ebenfalls eine Rolle spielen.
Das Gebäude umfasst:
- Drei Vollgeschosse für Büros und Verwaltung
- Ein Untergeschoss mit Technikräumen
- Einen Gewahrsamstrakt mit zwei Zellen
Aus Sicherheitsgründen werden nicht alle Details zum Innenleben öffentlich gemacht. Der Haupteingang und die Zufahrt befinden sich an der Teterower Straße, während eine vorgeschriebene Notausfahrt im Warenshöfer Weg angelegt wird. Von dort führt auch ein barrierefreier Weg zum Gebäude.
Verkehrliche Entlastung und nachhaltige Energieversorgung
Bedenken im Stadtentwicklungsausschuss bezüglich möglicher Verkehrsbeeinträchtigungen während der Bauphase konnte Rott entkräften: „Die Baumaßnahme wird von der Hofseite her bedient, wo auch der Kran stehen wird.“ Die spätere Revierzufahrt dient bereits während der Bauphase als Zufahrt für Baufahrzeuge. Zwar sind kurzfristige Verkehrsbehinderungen auf der Teterower Straße nicht auszuschließen, längere Sperrphasen sind jedoch nicht geplant.
Besonders bemerkenswert ist die nachhaltige Energieversorgung des Neubaus: Zwei große Wärmepumpen werden für die Wärmeversorgung des gesamten Gebäudes sorgen und damit einen Beitrag zur umweltfreundlichen Energiegewinnung leisten.
Breite Zustimmung und zukunftsweisende Perspektive
Die Pläne für den Neubau stießen im Stadtentwicklungsausschuss auf breite Zustimmung. Das Projekt markiert nicht nur einen wichtigen Schritt für die Polizeiarbeit in der Region, sondern auch eine architektonische Bereicherung für die Stadt Waren. Nach jahrelangen Verzögerungen und Finanzierungsunsicherheiten scheint der Weg nun endgültig frei für ein Polizeirevier, das sowohl funktionalen als auch ästhetischen Ansprüchen gerecht wird.
Mit der Fertigstellung Anfang 2029 erhalten die Warener Polizeibeamten nach fast sechs Jahrzehnten endlich ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld, das den aktuellen Anforderungen an Sicherheit, Barrierefreiheit und Energieeffizienz vollständig entspricht.



