Vom Keller bis zum Dach: Spannende Führungen durch die Neubrandenburger Konzertkirche
Führungen durch die Neubrandenburger Konzertkirche

Vom Keller bis zum Dach: Spannender Rundgang durch die Konzertkirche

Manfred Tepper war mehr als 20 Jahre lang der Manager der Konzertkirche in Neubrandenburg. Heute gestaltet er unterhaltsame Führungen durch das Haus, die weit über die bekannten Bereiche wie Garderobe, Foyer und Saal hinausgehen. Seine Touren sind informativ und humorvoll, dank seiner Erfahrung als Präsident des Neubrandenburger Karnevals-Clubs Tollensia.

Einblicke in verborgene Räume

Bei einer Führung können Besucher auch den Keller erkunden, wo Garderoben liegen und wo sogar Buchstaben von Türen als Andenken von Musikern demontiert wurden. „Sogar Betonplomben sind schon geklaut worden“, berichtet Tepper. Für Katakomben und das Dachgeschoss ist eine Sondergenehmigung erforderlich, die normalerweise tabu sind.

Architektonische Besonderheiten

Tepper erklärt das „Haus-in-Haus“-System der Konzertkirche: Außen mittelalterliche Backsteinmauern, innen eine moderne Betonkonstruktion, die keinen Kontakt miteinander haben. Die Bauzeit für den Einbau des Konzertsaals dauerte drei Jahre, mit Investitionen von 15 Millionen Euro für die äußere Hülle und 35 Millionen für den Innenausbau. Schon zu DDR-Zeiten wurden rund 65 Millionen Ostmark investiert, um die Kirchenruine mit neuen Fundamenten, einem Dach und einem Turmaufsatz zu versehen.

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Details, die oft übersehen werden

Während des Rundgangs macht Tepper auf Akustikoptimierungen aufmerksam, wie Löcher unter den Sitzen, die bei hochgeklappten Plätzen die Klangqualität verbessern. Auch das große „W“ an der Vorderseite der Orgel fällt ins Auge, das an den Mäzen Günther Weber erinnert, der die Orgel 2017 der Stadt schenkte. Im Dachgeschoss befinden sich die Klimatechnik, die den Saal konstant auf 21 Grad hält, und der „Schnürboden“ mit Motoren für Akustiksegel.

Stolz auf ein einzigartiges Bauwerk

Am Ende des Rundgangs führt der Weg auf den Turm, wo der Glockenstuhl und die Aussicht auf Neubrandenburg bewundert werden können. Tepper betont den Stolz auf dieses Bauwerk: „Es ist doch sensationell, wir haben aus einer Ruine wieder eine Kirche aufgebaut, darin einen Konzertsaal gebaut und auch noch mit Spenden aus der Bevölkerung die neuen Glocken gebaut.“

Praktische Informationen

Die eigenständige Besichtigung der Konzertkirche kostet drei Euro. Führungen mit Turm (etwa 1,5 Stunden) sind für 100 Euro (bis zu 10 Personen) buchbar, verfügbar über die Touristeninformation im HKB. Diese Serie feiert das 25-jährige Jubiläum der Konzertkirche, die am 13. Juli 2001 eröffnet wurde, mit Geschichten über Menschen und Hintergründe.

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