Nachdem der „Andere Laden“ am Neuen Markt in Anklam Ende Januar nach zehn Jahren schloss, öffnet er unter neuer Leitung wieder seine Türen. Ab Anfang Mai wird dort erneut Kunsthandwerk aus der Region angeboten. Das Geschäft heißt künftig „Salon der schönen Dinge“ und wird von Signe Heinz geführt.
Starke Verbindung in die Region
Die Schmuckgestalterin kennt die Räumlichkeiten gut, da sie dort bereits anderthalb Jahre lang ihre Arbeiten präsentiert hat. Dass sie nun den gesamten Laden übernommen hat, liegt daran, dass sie die Idee, in Anklam Kunsthandwerk zu verkaufen und diesen Raum für die Peenestadt zu erhalten, noch nicht aufgeben wollte.
Für Signe Heinz ist es auch eine Art Heimkehr. Sie wurde in Anklam geboren, zog aber als Kind mit ihren Eltern nach Berlin. Die Verbindung nach Vorpommern blieb jedoch stark, da ihre Großeltern in Anklam und Wolgast lebten, wo sie oft ihre Ferien verbrachte. Auch später stellte sich stets ein Heimatgefühl ein, wenn sie an der Peene zu Besuch war.
Ein Stück Anklamer Handwerksgeschichte
Mit Signe Heinz kehrt ein Stück Anklamer Handwerksgeschichte an seinen Ursprung zurück. Im künftigen „Salon der schönen Dinge“ steht eine alte Hobelbank, die einst ihrem Urgroßvater Otto Radloff gehörte. Er war Tischler in Anklam und Gründer des Arbeiter-Athletenclubs im Jahr 1910. Neben der Hobelbank, die die Familie nie verlassen hat, sind im Laden auch Möbel aus der Werkstatt des Urgroßvaters und eine Standuhr zu finden.
Schmuck, Glas und Kerzen aus eigener Hand
Im Mittelpunkt des neuen Salons stehen die schönen Dinge aus der Region. Dazu gehören Schmuck, Keramik, Glas, Papierarbeiten, Holzkunst, Bilder, Skulpturen, Upcycling-Mode, Hüte und vieles mehr. Für eine ansprechende Präsentation wurden die Wände neu gestrichen und ein neuer Fußbodenbelag verlegt.
Die meisten Produzenten kannte Signe Heinz bereits. Sie selbst arbeitet seit 2008 als Schmuckgestalterin. Im Laden sind auch Glasarbeiten und Kerzen aus ihrer Hand sowie Kleidungsstücke und Hüte, die sie aufgearbeitet hat, zu finden. Mit der Eröffnung des Salons erfüllt sich für sie ein alter Traum: einen Kunstgewerbeladen zu besitzen.
Offiziell öffnet der „Salon der schönen Dinge“ am Mittwoch, 6. Mai, erstmals seine Türen. Die Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Freitag von 12 bis 18 Uhr und am Sonnabend von 11 bis 14 Uhr.



