Innovative Wohnkonzepte für ein leerstehendes Einkaufszentrum
Architekturstudenten der Hochschule Anhalt haben sich intensiv mit der Zukunft des Dessau-Centers beschäftigt. Das Einkaufszentrum an der Museumskreuzung kämpft seit längerem mit erheblichem Leerstand. Im Rahmen eines Semesterprojekts entwickelten die Teilnehmer des fünften Semesters im Bachelor-Studiengang Architektur spektakuläre Entwürfe für einen möglichen Umbau zu Wohnraum.
Die größte Herausforderung: Lichtversorgung
Die größte Hürde bei der Umnutzung des bestehenden Gebäudes ist die ausreichende Versorgung mit Tageslicht. Die Studenten mussten kreative Lösungen finden, um dieses Problem zu überwinden. Ihre Entwürfe reichen von Terrassenhäusern bis hin zu komplexen Laubengang-Strukturen, die gezielt Licht in die Innenräume lenken sollen.
Unter der Leitung von Dozentin Cornelia Böttner präsentierten die angehenden Architekten ihre Konzepte kürzlich den Stadträten sowie der Baubeigeordneten Jaqueline Lohde. Die Vorschläge stießen auf großes Interesse und wurden intensiv diskutiert.
Vom Shopping-Tempel zum Wohnquartier
Für die meisten Studenten war das Dessau-Center bislang kein Ort zum Einkaufen, sondern ein spannendes Studienobjekt. In den vergangenen Monaten analysierten sie die Bausubstanz und entwickelten detaillierte Pläne für eine vollständige Umnutzung. Die Entwürfe berücksichtigen nicht nur architektonische Aspekte, sondern auch städtebauliche Integration und nachhaltige Konzepte.
Die vorgeschlagenen Lösungen zeigen, wie leerstehende Gewerbeflächen innovativ in Wohnraum umgewandelt werden können. Dies könnte ein Modell für ähnliche Projekte in anderen Städten sein, die mit vergleichbaren Leerstandsproblemen kämpfen.
Die Präsentation markiert einen wichtigen Schritt in der Diskussion um die Zukunft des Dessau-Centers. Ob und in welcher Form die studentischen Entwürfe realisiert werden, bleibt abzuwarten. Die kreativen Ideen haben jedoch bereits jetzt Impulse für die weitere Planung gegeben.



