Fastenzeit am Nockherberg: Prominente zwischen Verzicht und Genuss
Mitten in der Fastenzeit herrscht am Nockherberg traditionell ausgelassene Stimmung. Während die politische Prominenz um Markus Söder und Hubert Aiwanger in den vorderen Reihen platziert ist, genießen Schauspieler, Kabarettisten und Musiker den Abend entspannt an den sogenannten Promi-Tischen weiter hinten im Saal. Vor üppigen Brotzeitbrettln und gefüllten Bierkrügen stellt sich die Frage: Wer fastet eigentlich noch – und worauf?
Kabarettisten zwischen Disziplin und Süßigkeiten-Lastern
Kabarettistin Eva Karl Faltermeier hat ihre Fastenzeit bereits hinter sich. "Ich faste immer im Januar, zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich meine einzige freie Zeit", erklärt sie. Vier Wochen lang verzichtet sie konsequent auf Alkohol und Fleisch. "Am 6. Januar ist mir nur noch schlecht, dann halte ich durch bis zum 7. Februar."
Ganz anders ihr Kollege Martin Frank, der sich selbst als "schlechtesten Faster aller Zeiten" bezeichnet. "Ich wollte Süßigkeiten fasten, bin aber schon am Aschermittwochmittag gescheitert", gesteht er. Immerhin sei dies sein einziges Laster, da er ohnehin keinen Alkohol trinke.
Musiker und Schauspieler mit unterschiedlichen Ansätzen
Musiklegende Leslie Mandoki nimmt die Fastenzeit nicht allzu ernst, greift aber dennoch diszipliniert zum Starkbier. "Ich war noch nie alkoholisiert", betont er. In der Musikbranche habe er zu viele Tragödien erlebt, um die Kontrolle zu verlieren. Zum Fasten sagt er: "Es ist eine willkommene Möglichkeit, mal abzunehmen. Ich esse disziplinierter und schlage bei Fleisch nicht so zu."
Schauspielerin Michaela May praktiziert hingegen das ganze Jahr über eine Art Dauerfasten. "Ich muss immer auf meine Figur achten", erklärt die 73-Jährige. Ihr Geheimnis: "Ich frühstücke nicht." Dennoch genießt sie den Abend im roten Dirndl in vollen Zügen.
Prominente, die das Fasten lieber anderen überlassen
Alt-Oberbürgermeister Christian Ude überlässt das Fasten "lieber den Gläubigen". Er habe zahlreiche türkische Freunde, die ihn "immer nur zum Fastenbrechen einladen und nie zum Fasten". Diese Gastfreundschaft findet er besonders liebenswert.
Kabarettist Hannes Ringlstetter verzichtet generell auf Starkbier. "Ich vertrag's einfach nicht, das ist mir zu heavy und zu süß", sagt er. Bier trinke er nur alkoholfrei, stattdessen sei er eher der Weintrinker. Fasten steht für ihn nicht auf dem Programm.
Schauspieler zwischen Geburtstagen und Sportvorhaben
Eberhofer-Star Johannes Berzl findet das Fasten in geselligen Runden schwierig. "Dann hat doch immer wieder jemand Geburtstag!", lacht er. Statt strengem Verzicht setzt er auf mehr Bewegung: "Bissl mehr Sport steht wieder an, jetzt vorm Sommer."
Insgesamt zeigt sich am Nockherberg ein buntes Bild unterschiedlicher Fasten-Ansätze. Während einige Prominente diszipliniert verzichten, genießen andere bewusst die traditionelle Feierlichkeit. Die Fastenzeit wird hier nicht als strikte Pflicht, sondern als individuelle Möglichkeit zur Reflexion und bewussterem Leben betrachtet.



