Karneval, Fasching und Fastnacht: Eine Zeit voller Freude und historischer Tiefe
Die fünfte Jahreszeit ist in vollem Gange! Karneval, Fasching oder Fastnacht – je nach Region tragen die ausgelassenen Festlichkeiten unterschiedliche Namen, doch sie alle vereint eine lange und vielseitige Geschichte. Kennen Sie die Ursprünge dieser bunten Tradition? Und auf welche Schlüsseltermine sollten Sie in dieser Saison achten? Wir haben die wichtigsten Fakten für Sie zusammengestellt.
Die zentralen Termine der Karnevalssaison 2026
Die Karnevalssession startete offiziell bereits am 11. November 2025 um 11:11 Uhr. Ihren eigentlichen Höhepunkt erreicht sie jedoch erst im Februar 2026. Der Straßenkarneval beginnt traditionell an Weiberfastnacht, die in diesem Jahr auf den 12. Februar 2026 fällt. Es folgt der beliebte Rosenmontag am 16. Februar 2026, bevor am Veilchendienstag, dem 17. Februar 2026, die letzten Umzüge und Partys stattfinden. Mit dem Aschermittwoch am 18. Februar 2026 endet die bunte und ausgelassene Zeit und leitet in die 40-tägige Fastenzeit über.
Historische Wurzeln: Von antiken Festen zu christlichen Bräuchen
Die Ursprünge des Karnevals reichen weit in die Vergangenheit zurück. Bereits in der Antike feierten verschiedene Kulturen Fruchtbarkeits- und Frühlingsfeste, um den Winter zu vertreiben und die bevorstehende warme Jahreszeit zu begrüßen. Masken und Verkleidungen dienten damals dazu, böse Geister zu verscheuchen. Später verband sich das Fest mit christlichen Traditionen, insbesondere mit der Fastenzeit. Die ausgelassenen Tage vor Aschermittwoch boten Gelegenheit, noch einmal ausgiebig zu essen, zu trinken und zu feiern, bevor die entbehrungsreiche Zeit der Enthaltsamkeit begann.
Die katholische Kirche stand dem Karneval anfangs skeptisch gegenüber, erkannte jedoch bald die integrative Kraft des Festes. So entwickelte sich eine Feierkultur, die weltliche Freude mit religiösen Aspekten verband und in vielen Regionen Europas bis heute Bestand hat.
Traditionen und regionale Besonderheiten
Karneval beginnt zwar offiziell am 11.11. um 11:11 Uhr, doch die eigentliche Hochphase setzt mit der Weiberfastnacht ein. An diesem Donnerstag übernehmen traditionell die Frauen das Kommando und schneiden Männern symbolisch die Krawatten ab. Von diesem Moment an wird sechs Tage lang gefeiert. Der Rosenmontag, an dem die größten und farbenprächtigsten Umzüge stattfinden, gilt als absoluter Höhepunkt. Der Veilchendienstag bietet vielerorts einen letzten ausgelassenen Tag, bevor der Aschermittwoch die fröhliche Zeit offiziell beendet.
Besondere Traditionen finden sich je nach Region:
- Im Rheinland steht der Straßenkarneval mit großen Prunksitzungen, musikalischen Darbietungen und politischen Reden im Mittelpunkt.
- In Süddeutschland und der Schweiz wird traditionell eher die schwäbisch-alemannische Fastnacht gefeiert. Hier spielen kunstvolle, oft Furcht einflößende Holzmasken eine zentrale Rolle, die meist von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Und nicht nur Feierlichkeiten gehören dazu, sondern auch traditionelle Karnevalsrezepte. Von Schmalzgebäck über Mutzenmandeln bis zu deftiger Erbsensuppe: An Karneval wird ordentlich geschlemmt.
Farbenfrohe Umzüge und kreative Verkleidungen
Karneval lebt von seinen farbenfrohen Umzügen, bei denen aufwendig gestaltete Wagen durch die Städte ziehen und tonnenweise Kamelle (Süßigkeiten) ins Publikum geworfen werden. Besonders berühmt sind die Umzüge in Köln, Düsseldorf und Mainz, die jedes Jahr hunderttausende Besucher anlocken.
Verkleidungen spielen eine zentrale Rolle. Ursprünglich diente das Kostümieren dazu, gesellschaftliche Schranken zu überwinden und Obrigkeiten ungestraft zu parodieren. Heute erlaubt es den Menschen, in andere Rollen zu schlüpfen und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Von klassischen Clowns bis zu aufwendigen Fantasiegestalten ist alles erlaubt.
Und nicht nur in Deutschland wird ausgiebig gefeiert: Karneval findet weltweit statt und begeistert zahlreiche Menschen in Rio de Janeiro, Venedig oder New Orleans.



