Lausitz Festival 2026: Kunstfestival feiert Neuanfänge mit Hamlet in Flugzeughangar
Lausitz Festival: Neuanfänge mit Hamlet in Flugzeughangar

Lausitz Festival 2026 setzt kulturelles Zeichen für Neuanfänge in der Kohleregion

Das Lausitz Festival 2026 will Mut machen für Neuanfänge in einer Region, die sich im tiefgreifenden Wandel befindet. Vom 25. August bis zum 13. September findet das dreiwöchige Kunstfestival an zahlreichen Spielstätten in Südbrandenburg und Sachsen statt. Es wurde ursprünglich ins Leben gerufen, um den strukturellen Wandel durch den Kohleausstieg in der Bergbauregion kulturell zu begleiten und zu gestalten.

Festivalmotto "geschöpferisch" feiert menschliche Schaffenskraft

Die siebte Auflage des Kulturfestivals steht unter dem Motto "geschöpferisch" – ein kunstvolles Wortspiel aus Geschöpf und schöpferisch. Damit wollen die Festivalmacher die menschliche Fähigkeit würdigen, trotz aller Rückschläge und Hindernisse immer wieder den Neuanfang zu wagen. "Es geht darum, die Welt immer wieder neu zu schaffen und neu zu gestalten", betonte Festival-Intendant Daniel Kühnel bei der Programmvorstellung in Berlin.

Hamlet-Inszenierung mit prominenten Schauspielgrößen

Ein besonderes Highlight des Festivals ist die Neuinszenierung von Shakespeares "Hamlet" in einem Hangar auf dem Areal des ehemaligen Flugplatzes Cottbus-Nord. Für diese außergewöhnliche Produktion kommen die renommierten Schauspielstars Corinna Harfouch und Götz Schubert auf die Bühne. Regie führt Marcel Kohler, und zur Besetzung gehört auch Linn Reusse, bekannt aus dem Kinofilm "Goethe".

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Götz Schubert, der bereits in früheren Jahren beim Lausitz Festival mitwirkte, ist einem breiten Publikum vor allem als Görlitzer Kommissar in der ARD-Krimireihe Wolfsland bekannt. Corinna Harfouch zählt zu den bedeutendsten deutschen Bühnen- und Filmschauspielerinnen. Neben ihrer Rolle in "Hamlet" wird sie beim Festival auch eine Lesung gestalten.

Vielfältiges Programm trotz reduzierter Mittel

Das Festival mit einem Etat von rund 3 Millionen Euro präsentiert neben Theaterproduktionen auch Konzerte, Lesungen und andere künstlerische Projekte. Die Organisatoren müssen in diesem Jahr mit weniger Fördergeld auskommen und bieten daher weniger Veranstaltungen an als im Vorjahr. Dennoch betonte Intendant Kühnel die langfristige Perspektive des Festivals. Im Jahr 2025 konnten rund 15.000 Besucher gezählt werden.

Weitere künstlerische Höhepunkte angekündigt

Neben der Hamlet-Produktion kündigten die Festivalmacher weitere attraktive Programmpunkte an. Der Schweizer Regisseur Christoph Marthaler wird einen abgründig-humoristischen Musiktheaterabend auf die Bühne bringen. Das Festival findet an teils ungewöhnlichen Spielorten in der brandenburgischen und sächsischen Lausitz statt und nutzt damit die besondere Atmosphäre der Region.

Das Lausitz Festival positioniert sich damit erneut als wichtiger kultureller Impulsgeber in einer Region, die sich nach dem Ende des Kohlebergbaus neu erfinden muss. Durch die Kombination von hochkarätigen Künstlern, innovativen Spielorten und einem thematischen Fokus auf Neuanfänge schafft das Festival eine einzigartige kulturelle Plattform für den gesellschaftlichen Dialog.

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