Tegernseer Starkbierfest: Traditionelles Derblecken lockt Prominenz und Adel
Das Herzogliche Bräustüberl am Tegernsee war am Dienstagabend Schauplatz einer besonderen bayerischen Tradition. Während der Fastenzeit lud das Wirtepaar Peter und Caterina Hubert bereits zum 15. Mal zum traditionellen Starkbierfest ein, das für die Tegernseer Region eine ähnliche Bedeutung hat wie das Derblecken am Nockherberg für München.
Prominente Gästeliste beim Jubiläumsfest
Die Gastgeber konnten zahlreiche prominente Persönlichkeiten und Mitglieder des bayerischen Adels begrüßen. Unter den Gästen befanden sich Anna Herzogin in Bayern mit ihrem Mann Andreas Freiherr von Maltzan, die als Stammgäste das Event regelmäßig besuchen. Der Schlagerstar Patrick Lindner kam gemeinsam mit seinem Ehemann Peter Schäfer erstmals zum Starkbierfest, ebenso wie Sophie Wepper, Tochter des Schauspielers Fritz Wepper, mit ihrem Mann David Meister.
Weitere prominente Besucher waren der Musiker Beni Hafner, bekannt als Oimara von "Wackelkontakt", mit seiner Lebensgefährtin Kathi Pauli, sowie der Musikproduzent Erich Ließmann alias Jean Frankfurter mit seiner Ehefrau Ursula. Die ehemalige bayerische Justizministerin Dr. Beate Merk und Christian Dennler komplettierten die illustre Runde.
Fastenpredigt von "Bruder Barnabas" als Höhepunkt
Den Höhepunkt des Abends bildete die traditionelle Fastenpredigt, die in diesem Jahr zum 15. Mal von Nico Schifferer in der Rolle des "Bruder Barnabas" gehalten wurde. Der Fastenprediger bezeichnete seine zweistündige Rede als "verbalen Faschingszug" und nahm dabei sowohl lokale Themen als auch das Weltgeschehen humorvoll aufs Korn.
"Der Fastenprediger bringt die Themen der Straße ins Wirtshaus", erklärte Schifferer seine Mission. Besonders thematisierte er die anstehende Kommunalwahl und das seit langem diskutierte, aber noch nicht realisierte Schwimmbadprojekt am Tegernsee. Für seine aufwendig vorbereitete Predigt, an der er drei Monate gearbeitet hatte, erhielt er am Ende donnernden Applaus von den Gästen.
Persönliche Eindrücke der prominenten Gäste
Patrick Lindner, der durch Musikproduzent Erich Ließmann auf das Event aufmerksam gemacht wurde, zeigte sich begeistert: "Es ist so herrlich zünftig hier. Ich mag den Tegernsee sehr und wir haben viele Freunde hier." Auf die Frage, ob er sich einen Umzug an den Tegernsee vorstellen könnte, antwortete der Münchner augenzwinkernd: "Das kann ich mir nicht leisten. Im Ernst: Ich bin Münchner durch und durch und würde das Stadtleben sehr vermissen."
Beni Hafner (Oimara), der im Vorjahr noch das Fass anzapfen durfte, freute sich über das Heimspiel: "Das Schöne ist, dass man hier jeden kennt. Es ist eine Art Jahrestreffen und somit immer wieder ein guter Grund, hierherzukommen." Für ihn kommt ein Umzug nicht infrage: "Ich liebe den Tegernsee und möchte hier niemals weg, denn das ist meine Heimat." Seine Fans können sich auf ein Gastspiel freuen: Am 26. Juni tritt er mit "Oimara und Freind" auf dem Münchner Tollwood auf.
Tradition mit politischem Beiwerk
Gastgeber Peter Hubert betonte den besonderen Charakter des Events: "Das Starkbierfest ist eine schöne Mischung aus Brauchtum und Tradition. Und es ist ganz gut, wenn die Politiker ab und zu mal ihr Fett wegbekommen." Er nahm den Gästen auch die Angst, in der Fastenpredigt besonders kritisch behandelt zu werden: "Denn wenn man dann doch nicht vorkommt, dann ist es auch nicht recht."
Das Starkbierfest begann mit einer zünftigen Brotzeit und dem ersten Bier, gefolgt von einem Hauptgang mit Tegernseer Saibling oder Schweinebraten mit Knödel und Krautsalat. Die Fastenpredigt umfasste in diesem Jahr auch ein kurzes 1-Mann-Singspiel, bevor die Gäste den Abend in den traditionsreichen Räumlichkeiten des Bräustüberls ausklingen ließen.



