Störtebeker Festspiele starten 2026 mit neuem Abenteuer auf Rügen
Im Sommer 2026 kehrt Klaus Störtebeker auf die Naturbühne Ralswiek zurück und setzt mit "Likedeeler" die Segel für ein neues Freiluft-Abenteuer. Dies markiert den Beginn von Teil II des VII. Spielzyklus der legendären Störtebeker Festspiele auf der Insel Rügen. Der Freibeuter, der längst als Symbolfigur für Freiheit und Gerechtigkeit steht, verspricht dem Publikum eine spektakuläre Fortsetzung seiner epischen Geschichte.
Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Die Planungen für die kommende Saison sind bereits in vollem Gange. Erste Castings für Nebendarsteller sind abgeschlossen, und in den nächsten Wochen folgen weitere Auswahlverfahren. Besonders gesucht werden Reiterinnen und Reiter, die als Statisten Teil der groß angelegten Inszenierung werden möchten. Das Casting findet am 21. März 2026 auf dem Pferdehof Ralswiek statt und ist ausschließlich nach vorheriger Anmeldung sowie Einladung möglich.
Probenplan und Premiere stehen fest
Die Proben für das Ensemble der Reiterstatisten beginnen Ende Mai 2026. Geprobt wird täglich bis zur Premiere – werktags ab 16 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen ab 10 Uhr. Eine Anwesenheit im Stall ist zwei Stunden vor Probenbeginn verpflichtend. Für die Saison 2026 können keine Unterkünfte für die Mitwirkenden bereitgestellt werden.
Die Premiere von "Likedeeler" ist für den 20. Juni 2026 angesetzt, mit einer Generalprobe bereits am 19. Juni. Gespielt wird bis zum 5. September 2026, jeweils montags bis samstags von 20 bis etwa 23 Uhr. Damit bietet sich den Besuchern ein langer Sommer voller Theatermagie.
Fortsetzung der legendären Erzählung
Auch im Jahr 2027 wird die große Legende fortgeführt: Mit Teil III des VII. Spielzyklus setzen die Störtebeker Festspiele ihre epische Erzählung rund um den sagenumwobenen Freibeuter fort. Seit vielen Jahren erzählt die Inszenierung auf der Naturbühne Ralswiek Geschichten von Freiheit, Gemeinschaft und dem Kampf gegen Unrecht – stets in der eindrucksvollen Kulisse am Großen Jasmunder Bodden.
Die Veranstalter ruhen sich jedoch nicht auf ihren Erfolgen aus. Jede Spielzeit bringt neue Akzente, Überraschungen und Perspektiven mit sich. Dazu gehören:
- Ein aufwendig gestaltetes Bühnenbild
- Eindrucksvolle Kostüme
- Spektakuläre Stunts mit Pferden und Schiffen
- Moderne Technik und Spezialeffekte
Über 150 Mitwirkende sorgen dafür, dass das Spektakel Jahr für Jahr neu erlebbar bleibt und die Zuschauer in seinen Bann zieht.
Sommer mit Feuerwerk und Emotionen
Die Freilichtbühne in Ralswiek bildet auch 2026 den stimmungsvollen Rahmen für große Emotionen und actionreiche Szenen. Das traditionelle Feuerwerk über dem Großen Jasmunder Bodden setzt den krönenden Abschluss jedes Theaterabends. Weitere Informationen zu Titel, Handlung, Spielzeit und Ticketverkauf werden die Festspiele zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.
Wolfgang Lippert: Der singende Vorhang
Seit fast 25 Jahren steht Wolfgang "Lippi" Lippert als Balladensänger auf der Bühne der Störtebeker Festspiele. In einer kürzlich veröffentlichten Interviewfolge spricht der 72-Jährige über seine musikalische Arbeit in Ralswiek. Lippert erklärt, dass seine Gesänge die dramatischen Szenen strukturieren und "angenehm salben". Früher sei die Musik im Theater nicht unumstritten gewesen – Regisseur Roland Oehme habe sie zunächst als "albern" empfunden, später aber seine Meinung geändert.
Heute gehören Stücke wie "Albatros" fest ins Programm. "Es gab richtig Ärger, als wir das einmal weglassen wollten", erinnert sich Lippert. Er versteht sich als "singender Vorhang": Seine Lieder schaffen Zeit für Umbauten und Rollenwechsel, ohne den Erzählfluss zu unterbrechen. Die Texte, oft aus der Feder des Festspiel-Gründers Peter Hick, standen anfangs näher an der Handlung. Inzwischen greifen die Festspiele vermehrt auf bekannte Songs ostdeutscher Bands wie Puhdys, Karat und City zurück – Lieder, die für viele Besucher gelebte Geschichte sind.
Zwischen Routine und Lampenfieber
Die musikalische Arbeit entsteht jedes Jahr in enger Zusammenarbeit mit Filmkomponist Reiner Oleak. Trotz jahrzehntelanger Routine bleibt das Lampenfieber ein treuer Begleiter: "Mich würde es sorgen, wenn ich keins hätte", sagt Lippert. Ein besonderes Merkmal sind Lipperts Bühnenkostüme. Zusammen mit den Designerinnen und Schneiderinnen der Festspiele entwickelt er seine charakteristischen Mäntel. Ein Favorit ist ein langer Ledermantel, den Kinder einst mit "Darth Vader" verglichen. Seit Jahren trägt Lippert außerdem eine silberne Gürtelschnalle mit Feder – seinen persönlichen Glücksbringer. Ob der beliebte Sänger auch in der kommenden Saison wieder an Bord ist, wurde noch nicht offiziell bestätigt, gilt aber als sehr wahrscheinlich.
Störtebeker kehrt zurück auf die Naturbühne
Mit "Likedeeler" schlagen die Störtebeker Festspiele im Juni 2026 ein neues Kapitel auf. Gespielt wird vom 20. Juni bis 5. September auf der großen Freilichtbühne Ralswiek. Karten sind online oder telefonisch unter 03838 31100 erhältlich. Wer dagegen Teil des Abenteuers sein möchte, kann sich noch als Reiterstatist bewerben – ganz im Sinne des Mottos: Leinen los für ein neues Sommerkapitel an der Ostsee.



