Regen kann Narren nicht stoppen: Weiberfastnacht startet im Rheinland
Pünktlich um 11.11 Uhr hat am Donnerstag der Straßenkarneval im Rheinland begonnen - und das bei strömendem Regen. Trotz der widrigen Wetterbedingungen ließen sich Tausende Narren in den Karnevalshochburgen nicht von ihrer Feierlaune abbringen. Unter Regenschirmen und durchsichtigen Capes schunkelten die Jecken durch die Innenstädte und bewiesen einmal mehr, dass der Karneval auch bei Regen nicht aufzuhalten ist.
Kölner Prinz gibt Rezept gegen Regenlaune
In Köln, dem Epizentrum des rheinischen Karnevals, feierten trotz des schlechten Wetters zahlreiche Karnevalisten. Prinz Niklas I., der diesjährige Kölner Karnevalsprinz, hatte ein einfaches Mittel gegen die Regenstimmung parat. Auf die Frage nach einem Rezept zum Durchhalten antwortete er der Deutschen Presse-Agentur: „Einfach Sonne im Herzen, dann klappt das auch bei Regen.“ Seine Worte schienen Wirkung zu zeigen, denn trotz des anhaltenden Niederschlags herrschte in der Kölner Innenstadt ausgelassene Stimmung.
Traditionen in den verschiedenen Karnevalshochburgen
Während in Köln der Fokus auf dem allgemeinen Straßenkarneval lag, wurden in anderen rheinischen Städten spezifische Traditionen gepflegt:
- In Düsseldorf stürmten traditionell die „Möhnen“ das Rathaus - ein rheinisches Dialektwort für ältere Frauen, die an Weiberfastnacht symbolisch die Macht übernehmen.
- In Bonn griffen die Waschweiber an, eine weitere traditionelle Figur des rheinischen Karnevals.
- In Mainz versammelten sich die Feiernden rund um den Fastnachtsbrunnen, einem zentralen Treffpunkt der Mainzer Fastnacht.
Eine weitere Tradition, das Schlips-Abschneiden durch als „Möhnen“ verkleidete Frauen, verliert allerdings zunehmend an Bedeutung. Während früher zahlreiche Krawatten an Weiberfastnacht ihr Ende fanden, ist diese Sitte heute weniger verbreitet.
Sicherheitsvorkehrungen und Besucherandrang
Vor allem Köln zog auch in diesem Jahr wieder Tausende Karnevalstouristen an, wobei der Andrang aufgrund des schlechten Wetters zunächst geringer ausfiel als in vergangenen Jahren. Dennoch trafen umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen:
- Die Kölner Polizei setzte bis zu 1.500 zusätzliche Beamte für die Karnevalstage ein.
- Das Ordnungsamt schickte bis zu 400 Mitarbeiter in den Einsatz.
- Zusätzlich waren rund 2.600 Sicherheitskräfte von externen Dienstleistern im Einsatz, um für einen reibungslosen und sicheren Ablauf der Feierlichkeiten zu sorgen.
Der Start in die „tollen Tage“ war damit trotz der Wetterkapriolen gelungen. Die Narren im Rheinland haben bewiesen, dass sie sich von ein wenig Regen nicht unterkriegen lassen und die Karnevalsaison mit der gewohnten Ausgelassenheit einläuten.



