ARD-Komödie: Regenbogenfamilie im Chaos - Tochter verliebt sich in Mann
ARD-Komödie: Regenbogenfamilie im Chaos

ARD-Komödie: Wenn die Tochter aus der Regenbogenfamilie einen Mann liebt

Eine junge Frau mit zwei lesbischen Müttern verliebt sich in einen Mann – diese unerwartete Wendung bringt eine ganze Wiener Regenbogenfamilie gehörig durcheinander. In der neuen ARD-Komödie „So haben wir dich nicht erzogen“ entfaltet sich dieses Szenario mit viel Humor und Herz.

Ein turbulenter Vorstellungsabend in der Wiener Villa

Hedwig Schaller, gespielt von Alina Schaller, möchte ihren festen Freund Andreas (Julian Pichler) ihren beiden Müttern vorstellen. Die Situation eskaliert schnell, als sich spontan weitere Gäste einfinden: der Familienfreund Pfarrer Edgar (Thomas Mraz) und wenig später auch die Eltern von Andreas. Was als einfache Vorstellung geplant war, entwickelt sich zu einem turbulenten Durcheinander voller überraschender Enthüllungen und emotionaler Momente.

Zwei Mütter mit Geheimnissen und Konflikten

Die beiden Hauptdarstellerinnen Brigitte Hobmeier (als Balbina Augustin) und Gerti Drassl (als Inka Schaller) liefern herausragende schauspielerische Leistungen ab. Ihre Figuren sind keineswegs perfekt:

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  • Balbina kämpft mit einem Alkoholproblem, raucht heimlich und sieht sich als große Schriftstellerin
  • Inka hat ihre Karriere als Theaterschauspielerin aufgegeben, um sich um Haus, Garten und Tochter zu kümmern
  • Beide klagen ihrer Tochter jeweils hinter dem Rücken der anderen ihr Leid über die Partnerschaft
  • Jede der Frauen hütet seit Jahren ein persönliches Geheimnis

Regisseure packen gesellschaftliche Themen in unterhaltsame Form

Regisseur Michael Kreihsl (67) und Autor Uli Brée (62) haben eine Komödie geschaffen, die verschiedene gesellschaftliche Themen aufgreift, ohne belehrend zu wirken. Der Film behandelt:

  1. Geschlechtergerechtigkeit und traditionelle Rollenbilder
  2. Überholte Wertvorstellungen in modernen Familienkonstellationen
  3. Die Komplexität von Toleranz und Akzeptanz innerhalb der eigenen Familie
  4. Die Erkenntnis, dass niemand perfekt ist und alle Figuren mit der neuen Situation überfordert sind

Besonders bemerkenswert ist der weibliche Blickwinkel des Films. Gleich zu Beginn zeigt sich dies, wenn Balbina an ihrem Bibelprojekt über eine Göttin und weibliche Propheten arbeitet, während Inka aus der Küche Ratschläge für eine verständlichere Darstellung gibt.

Ein Feuerwerk an Schauspielkunst und Emotionen

Die Dialoge sind fabelhaft geschrieben und ermöglichen den Darstellern ein wahres Feuerwerk an Schauspielkunst. Der Film verzichtet auf belehrende Töne und präsentiert stattdessen verständnisvolle, manchmal lustvoll streitende, aber nie verletzende Auseinandersetzungen. Die Musik von Andreas Radovan unterstreicht die heiteren und überraschenden Momente perfekt.

Bis zur letzten Minute spielen Emotionen eine zentrale Rolle – sowohl gelebte als auch verloren geglaubte Gefühle kommen zum Vorschein. Am Ende steht die überraschende Erkenntnis: Ganz ohne Männer geht es dann doch nicht.

Die Komödie ist bereits in der ARD-Mediathek verfügbar und wird linear am Mittwoch, den 18. März 2026, um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

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