Berlinale-Kino bestreikt: Warnstreik am Cubix - Vorführungen laufen weiter
Berlinale-Kino bestreikt: Warnstreik, Vorführungen laufen

Warnstreik bei Berlinale: Kino Cubix bestreikt, Vorführungen ungestört

Im Rahmen der Berliner Filmfestspiele hat die Gewerkschaft Verdi zu einem Warnstreik im Berlinale-Kino Cubix am Alexanderplatz aufgerufen. Seit dem Nachmittag des 14. Februar 2026 wird das Kino bestreikt, doch nach Angaben des Betreibers CineStar laufen die Filmvorführungen wie geplant weiter. Eine Sprecherin erklärte, dass viel Berlinale-Personal im Einsatz sei, um die entsprechenden Veranstaltungen zu betreuen, sodass der Ausstand keine Auswirkungen auf den Spielbetrieb habe.

Verdi fordert existenzsichernde Löhne für Kinobeschäftigte

Verdi hatte am Freitag Beschäftigte der Kinokonzerne CineStar und UCI in mehreren Städten zu Warnstreiks aufgerufen. Am Samstag nahmen laut Gewerkschaftsangaben mehrere Dutzend Kinobeschäftigte an einer Kundgebung in Berlin teil. Andreas Köhn, Verhandlungsführer bei Verdi, betonte in einer Mitteilung: „Glamouröse Filmfestspiele und prekäre Arbeitsbedingungen passen nicht zusammen. Während sich die Hauptstadt im Glanz der Berlinale präsentiert, kämpfen viele Kinobeschäftigte weiterhin für existenzsichernde Löhne.“

Zentrale Forderung von Verdi ist ein Einstiegslohn von mindestens 16 Euro pro Stunde für die rund 2.500 Kinobeschäftigten bundesweit. Dies entspricht 2,10 Euro über dem gesetzlichen Mindestlohn. Zu Ausständen wurde neben Berlin auch in Leipzig, Frankfurt und Mainz aufgerufen.

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CineStar kritisiert Forderungen als wirtschaftlich untragbar

Der Betreiber CineStar sieht die Verdi-Forderungen hingegen als „deutlich außerhalb der wirtschaftlichen Tragfähigkeit“. Oliver Fock, Geschäftsführer der CineStar-Gruppe, äußerte in einer Stellungnahme Bedenken: „Mit dem aktuellen Filmangebot hoffen wir 2026 erstmals, uns aus den wirtschaftlich sehr schwierigen Jahren seit 2019 herausarbeiten zu können. Überzogene Tarifforderungen gefährden diese Erholung unmittelbar – und damit auch Arbeitsplätze.“

Die Situation verdeutlicht die Spannung zwischen den Ansprüchen der Beschäftigten und den wirtschaftlichen Realitäten der Kinobranche, die noch immer unter den Folgen der Pandemie leidet. Trotz des Streiks bleibt der Betrieb der Berlinale-Vorführungen im Cubix unberührt, was die Robustheit des Festivalbetriebs unterstreicht.

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