Deutsche Effekte-Spezialisten im Oscar-Favoriten: Ein Schwarzwälder und ein Dessauer auf Hollywoods Gipfel
Deutsche Effekte-Spezialisten im Oscar-Favoriten

Deutsche Effekte-Spezialisten im Oscar-Favoriten: Ein Schwarzwälder und ein Dessauer auf Hollywoods Gipfel

Aus dem Schwarzwald nach Hollywood, aus Dessau nach Australien: Zwei deutsche Spezialisten für visuelle Effekte haben mit ihrer Arbeit am Film 'Blood & Sinners' eine Oscar-Nominierung erreicht. Michael Ralla aus Achern und Guido Wolter aus Dessau sind Teil des Teams, das den musikalischen Vampirfilm zu einem der großen Favoriten der 98. Academy Awards gemacht hat.

Ein sensationeller Moment für deutsche Ingenieurskunst

Michael Ralla, ein 46-jähriger Visual Effects Supervisor, hat den Moment seiner Oscar-Nominierung am 22. Januar in einem Instagram-Video festgehalten. Mit seiner Ehefrau Janelle und Hund FlipFlop sprang er frühmorgens in Manhattan Beach, Kalifornien, auf dem Sofa hoch. 'Blood & Sinners', für den Ralla die visuellen Effekte schuf, hat mit 16 Gewinnchancen einen Oscar-Rekord aufgestellt. Der Film von US-Regisseur Ryan Coogler, mit dem Ralla bereits bei 'Black Panther: Wakanda Forever' zusammenarbeitete, gilt als Top-Kandidat für die Auszeichnungen.

Die Herausforderungen hinter den Effekten

Ralla, der einst Schlagzeuger in einer Metal-Band werden wollte, lernte sein Handwerk an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Nach Stationen in der deutschen Filmbranche und Australien landete er 2010 in den USA und wirkte an Blockbustern wie 'The Avengers' mit. Für 'Blood & Sinners' musste er und sein Team technische Hürden meistern, darunter das 'Twinning' von Schauspieler Michael B. Jordan in einer Doppelrolle. Coogler setzte dabei auf 'deutsche Ingenieurskunst', wie Ralla augenzwinkernd betont.

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Ein Team aus zwei Welten

Neben Ralla gehört Guido Wolter aus Dessau zum Effekte-Team. Der 44-Jährige, Absolvent der Bauhaus-Universität Weimar, arbeitete in London und Sydney und lebt nun mit seiner Familie in Adelaide, Australien. Gemeinsam schufen sie über 1.000 VFX-Shots für den im Imax-Format gedrehten Film, der Themen wie Rassismus und Freiheit durch Blues-Musik und Vampire erzählt. Wolter beschreibt die Nominierung als 'Mount Everest' der Karriere.

Die Zukunft nach dem Oscar

Ob mit oder ohne Oscar, fühlen sich beide als Gewinner. Für Ralla und Coogler steht bereits das nächste Projekt an: eine Neuauflage der Kultserie 'Akte X' für den Streamingdienst Hulu. Wolter hat einen Auftrag für einen großen Marvel-Film in der Tasche. Ihre Reise von deutschen Städten nach Hollywood zeigt, wie globale Talente die Filmindustrie prägen.

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