Deutscher Film: Gut, aber ohne Publikum – ein Gastbeitrag
Deutscher Film: Gut, aber ohne Publikum

Die Filmfestspiele von Cannes sind ein glanzvolles Ereignis, bei dem sich die internationale Filmwelt trifft. Doch während deutsche Filme auf dem Festival oft Beachtung finden, stellt sich die Frage: Warum haben sie im eigenen Land so wenig Erfolg? In einem Gastbeitrag analysiert der renommierte Filmproduzent Martin Moszkowicz die Misere der deutschen Filmindustrie.

Die Kluft zwischen Qualität und Publikum

Moszkowicz betont, dass deutsche Filme durchaus gut gemacht sind. Sie überzeugen mit starken Geschichten, talentierten Schauspielern und handwerklichem Können. Dennoch bleiben sie oft hinter den Erwartungen zurück. Der Grund: Die Branche versteht ihr Publikum nicht. „Wir wissen nicht, wie wir ein Publikum für unsere Filme finden“, schreibt er. Dabei sei es nicht nur eine Frage des Marketings, sondern auch der Inhalte. Viele deutsche Produktionen sprächen nur eine kleine, elitäre Zielgruppe an, anstatt die breite Masse zu erreichen.

Der Wandel des Kinoverhaltens

Ein weiterer Punkt ist die veränderte Mediennutzung. Streaming-Dienste haben das Sehverhalten revolutioniert. Kino wird zunehmend zum Premium-Event, das besondere Erlebnisse bieten muss. Deutsche Filme müssten sich daher stärker auf die Bedürfnisse des Publikums einlassen. Moszkowicz fordert eine echte Auseinandersetzung mit den Zuschauerwünschen: Wer sind sie? Was wollen sie sehen? Wie erreicht man sie?

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Ein Appell an die Branche

Der Produzent plädiert für eine Neuausrichtung. Statt nur auf Förderungen und Festivalerfolge zu setzen, solle die Industrie lernen, Geschichten zu erzählen, die wirklich interessieren. Nur so könne der deutsche Film langfristig bestehen. Moszkowicz‘ Analyse ist ein Weckruf: Ohne Publikum bleibt auch der beste Film unsichtbar.

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