Neuer Kurzfilm aus Vorpommern feiert Deutschlandpremiere in Schwerin
Der Kurzfilm „Für Elise“ des Teams um den Anklamer Kinobetreiber und Filmproduzenten Matthias Karstädt hat es zum renommierten Filmkunstfest nach Schwerin geschafft. Das etwa 15-minütige Werk wird dort im Rahmen der Reihe „Gedreht in MV“ gezeigt und feiert somit seine Deutschlandpremiere. Das Festival beginnt am 5. Mai und gilt als eines der bedeutendsten Events für den deutschsprachigen Film.
Ein Herzensprojekt mit poetischer Bildsprache
Regisseur Oliver Schwarz zeigt sich begeistert über die Aufnahme des Films. Für ihn ist es eine große Anerkennung der Arbeit, die das gesamte Team in seiner Freizeit geleistet hat. Besonders freut er sich, weil es sich bei „Für Elise“ um ein Herzensprojekt handelt, in dem er persönliche Themen wie Verlustängste verarbeitet. Die poetische Stimmung und die emotionale Bildsprache haben auch Oliver Hübner, den Kurator der Reihe „Gedreht in MV“, überzeugt. Er lobt zudem den Einsatz verschiedener Techniken, wie etwa das Schattenspiel zu Beginn des Films, das später in reale Bilder übergeht.
Musik und Reime tragen die Handlung
Der Film wird fast ausschließlich von Musik und Reimen begleitet, die von René Tröltzsch stammen und von Schauspieler Anjo Czernich vorgetragen werden. Die Hauptrolle spielt Friederike Serr vom Theater Vorpommern, die die Geschichte, die in Nordamerika zur Zeit des Bürgerkriegs (1861-1865) spielt, allein trägt. Die Dreharbeiten fanden im Sommer 2024 statt.
Über hundert Einreichungen
In diesem Jahr wurden laut Oliver Hübner über hundert Kurzfilme eingereicht. Für den Wettbewerb des Festivals konnte sich „Für Elise“ zwar nicht qualifizieren, doch in der Rubrik „Gedreht in MV“ ist das Werk bestens aufgehoben. Dort laufen ausschließlich Filme, die von Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern oder an Orten im Bundesland produziert wurden.
Drehtermine und Vorführungen
„Für Elise“ wird insgesamt dreimal gemeinsam mit dem Film „Das Vergehen“ gezeigt, der im Gutshaus Rensow zwischen Rostock und Demmin gedreht wurde. Als Kulisse für den Vorpommern-Film dienten die Gutshäuser in Rossin und Ducherow sowie die Kirche in Lüssow bei Gützkow. Die Mitwirkenden werden zudem Gelegenheit haben, mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.
Erfolgreiche Filmemacher aus der Region
Es ist nicht der erste Film der Truppe um Matthias Karstädt, der extra die Firma „High Five Pictures“ für Filmproduktionen in der Region gegründet hat. Bereits der Streifen „Sommer '96“ lief weltweit auf verschiedenen Festivals und räumte diverse Auszeichnungen ab. „Für Elise“ hatte seine Weltpremiere in Edmonton, Kanada, und war auch auf einem Kurzfilmfestival im englischen Oxford zu sehen. In Anklam wird der Film voraussichtlich im Herbst gezeigt werden, kündigt Karstädt an.



