München – Mit seinem neuen Roman „Die Bestie von Dresden“ entführt der Dresdner Autor Frank Goldammer die Leser in ein düsteres Dresden des Jahres 1883. Im Zentrum der Handlung steht Kriminalrat Gustav Heller, der es gleich mit zwei gefährlichen Raubtieren zu tun bekommt: einem Serienmörder und einem ausgebrochenen Tiger.
Ein Serienmörder erschüttert die Dresdner Gesellschaft
Der Mörder bringt scheinbar wahllos Söhne und Töchter aus prominenten und großbürgerlichen Familien um. Die Öffentlichkeit ist in Aufruhr, der Druck auf die Polizei wächst. Schnell wird ein ehemaliger Zuchthäusler verhaftet, denn man will Ergebnisse sehen. Doch die Morde gehen weiter, und Heller muss erkennen, dass der wahre Täter noch immer frei ist.
Ein Tiger auf der Flucht
Parallel zu den Mordermittlungen wird Heller mit dem Ausbruch eines Tigers aus dem Dresdner Zoo konfrontiert. Seine Vorgesetzten erwarten, dass er das Tier lebend wieder einfängt, da es zu kostbar ist. Die Zoodirektion hat derweil die Expertise eines Fachmannes angefordert: einen gewissen Karl May, der als Weltreisender umfangreiche Erfahrungen mit Wildtieren aller Art gesammelt haben soll.
Historische Genauigkeit und dichte Atmosphäre
Frank Goldammer gelingt es, starke Figuren in einer sehr dichten Atmosphäre agieren zu lassen. Das soziale und politische Umfeld des ausgehenden 19. Jahrhunderts wirkt durch seinen Detailreichtum sehr überzeugend. Die Geschehnisse werden durch geschickte Wendungen immer wieder in neue Richtungen gelenkt, sodass das Tempo der Dramaturgie hoch bleibt.
„Die Bestie von Dresden“ ist ein spannender und vielschichtiger historischer Thriller, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Goldammer verwebt geschickt die Jagd auf einen Serienmörder mit der Suche nach einem entlaufenen Tiger und schafft so eine einzigartige Mischung aus Krimi und Abenteuerroman.



