TV-Krimi 'Steirerwahn': Feuerteufel und Apfelbrenner in spannendem 13. Fall
Steirerwahn: Feuerteufel jagt Apfelbrenner im TV-Krimi

Steirerwahn: Feuerteufel und Apfelbrenner in spannendem 13. Fall

In der idyllischen Steiermark kann es nicht nur schön, sondern auch schön unheimlich zugehen – zumindest in den dort angesiedelten TV-Krimis. Der 13. Fall mit dem Titel „Steirerwahn“ beweist dies erneut und ist am Donnerstag, den 12. Februar, um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen. Regisseur Wolfgang Murnberger, der auch das Drehbuch nach der Romanvorlage von Claudia Rossbacher schrieb, inszeniert eine wahrlich schauerliche Geschichte um ein dunkles Geheimnis aus vergangenen Tagen.

Ein brennender Bauer und ein mörderisches Geheimnis

An einem heißen Sommertag taumelt ein brennender Bauer über eine Landstraße und stirbt qualvoll. Vor Ort stellt der Grazer Ermittler Sascha Bergmann, gespielt von Hary Prinz, lapidar fest, dass er den Grillteller zum Mittagstisch diesmal auslassen wird – eine Abgebrühtheit, die seine Kollegin Anni Sulmtaler, dargestellt von Anna Unterberger, einigermaßen fassungslos macht. Die Ermittlungen ergeben schnell, dass ein Brandbeschleuniger in einem Holzhaufen als Ursache für das Feuer gilt und es sich somit um Mord handelt.

Das Opfer gehörte als Brennmeister einem zehnköpfigen Männerbund an, der nach einer mittelalterlichen Geheimprozedur einen teuren Edelbrand herstellt. Anführer dieser verschworenen Runde ist der herrische Reinhard Posch, verkörpert von Harald Krassnitzer. Er versucht mit seinen Kollegen, den Verdacht auf einen anderen zu lenken – den angeblichen „Feuerteufel“ Dominik, gespielt von Valentin Hagg.

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Feuerspeiende Drohne und wachsendes Misstrauen

Wenig später eskaliert die Situation, als zwei der Apfelbrenner mit einer feuerspeienden Drohne angegriffen werden. Dabei stürzt einer von einem Hochsitz und stirbt – ein Vorfall, der das Misstrauen unter den bisher verschworenen Kollegen deutlich wachsen lässt. Der Zuschauer erlebt in diesem Krimi ein ziemliches Brimborium rund um die Apfelbrennerei und erfährt nebenbei, was den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Schnaps mit Industriealkohol und einem feinen Edelbrand mit viel Obst ausmacht.

Nachdem die erste Hälfte des Films etwas gemächlich vor sich hin dümpelt, wird es zum Ende hin richtig spannend. Insbesondere die Drohne des wahnwitzigen Täters präsentiert sich als wahrlich furchterregendes Element, das für zusätzliche Gänsehautmomente sorgt.

Abschied von einer beliebten Ermittlerin

Anna Unterberger, bekannt aus „Das bleibt unter uns“, ist hier in ihrem vorletzten Steirerkrimi zu sehen, während Hary Prinz, der aus „Die Toten vom Bodensee“ bekannt ist, weiterhin als Ermittler aktiv bleiben wird. Diese Trennung ist besonders bedauerlich, weil die beiden Darsteller einfach ausgezeichnet miteinander harmonieren und ihre unaufhörlichen Frotzeleien dem Zuschauer trotz der düsteren Handlung ein gewisses Vergnügen bereiten.

Insgesamt bietet „Steirerwahn“ eine gelungene Mischung aus regionalem Flair, spannender Krimihandlung und unheimlichen Elementen, die den Reiz der Steiermark-Krimis weiterhin unter Beweis stellen.

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