Tatort-Kommissare bei Dreharbeiten in Hochsicherheitszone fast festgenommen
Normalerweise jagen Ferdinand Hofer und Carlo Ljubek als Münchner Tatort-Kommissare Kalli Hammermann und Nikola Buvak Verbrecher. Doch bei ihren jüngsten Dreharbeiten für die neue Folge "Der sichere Tod" gerieten die beiden Schauspieler unversehens selbst ins Visier der Sicherheitskräfte.
Dreharbeiten im abgeschirmten Nobelhotel
Für die aktuelle Tatort-Produktion nutzte das Team des Bayerischen Rundfunks die prestigeträchtige Kulisse der Münchner Sicherheitskonferenz. Gedreht wurde im exklusiven Hotel Bayerischer Hof, das während des internationalen Spitzentreffens mit mehr als 60 geladenen Staats- und Regierungschefs zur Hochsicherheitszone wurde.
"Bei einer spontanen Sicherheitskontrolle waren wir kurz davor, abgeführt zu werden", berichten Hofer und Ljubek der Nachrichtenagentur dpa. "Weil ein Herr Buvak und ein Herr Hammermann natürlich nicht als Teilnehmer der Sicherheitskonferenz akkreditiert waren."
Komplizierte Ermittlungen in prominenter Umgebung
In der von Lancelot von Naso inszenierten Folge müssen die Kommissare den mysteriösen Unfalltod einer Dolmetscherin aufklären, der sich schnell als Mord entpuppt. Der Täter treibt sich auf der Sicherheitskonferenz herum, was die Ermittlungen unter Hunderten hochrangigen internationalen Gästen aus Politik und Wirtschaft extrem erschwert.
"Eine solch gigantische Kulisse mit so viel internationaler Prominenz wäre für einen Tatort unter normalen Umständen unvorstellbar", erklären die Schauspieler. Die Dreharbeiten seien häufig unberechenbar gewesen: "Man weiß nie, was als Nächstes passiert oder welche Politikerin, welcher Politiker gerade vorbeiläuft und sich ins Bild 'schummelt'."
Kleines Team inmitten der Weltpolitik
Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks war auf der Sicherheitskonferenz nur ein kleines Filmteam im Einsatz, darunter die beiden Hauptdarsteller. Für Hofer und Ljubek ist es erst der zweite gemeinsame Krimi als Nachfolger des berühmten Tatort-Duos Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec.
Neben den beiden Kommissaren stehen für die Produktion auch Roman Knizka, Sophie von Kessel und der schwedische Schauspieler Björn Bengtsson ("Die Lüge") vor der Kamera. Die besonderen Drehbedingungen mit strengen Sicherheitsvorkehrungen, diplomatischen Immunitäten und geheimen Vorgängen boten dabei einzigartige Herausforderungen für das gesamte Filmteam.



