Naturtalent mit 15 Jahren: Jugendlicher schnitzt traditionelle Krampusmasken im Salzkammergut
15-Jähriger schnitzt traditionelle Krampusmasken im Salzkammergut

Naturtalent mit 15 Jahren: Jugendlicher schnitzt traditionelle Krampusmasken im Salzkammergut

Armin Hochrainer aus Tauplitz im Salzkammergut hat mit nur 15 Jahren eine bemerkenswerte Fähigkeit entwickelt: Der Jugendliche schnitzt detailreiche Krampusmasken aus Holz und hat sich diese Kunst komplett selbst beigebracht. Seine Leidenschaft für gruselige Wesen begann bereits im Kindergartenalter, als er Monster malte, doch heute fertigt er unzählige traditionelle Masken an – so viele, dass er die genaue Zahl nicht mehr auf Anhieb nennen kann.

Traditionelle Figur mit kultureller Bedeutung

Für manche Leser mag der Krampus ein unbekanntes Wesen sein, doch in Armins Heimatregion spielt diese Figur eine zentrale Rolle im kulturellen Leben, insbesondere während der Adventszeit. Der Krampus begleitet traditionell den Heiligen Nikolaus und bestraft gemeinsam mit seinen Helfern die Unartigen. In Tauplitz führt die Dorfgemeinschaft jedes Jahr am 5. Dezember ein traditionelles Nikolospiel auf, bei dem Armin bereits im Alter von sieben Jahren zum ersten Mal teilnahm.

Selbstbeigebrachte Handwerkskunst

Nach seiner ersten Teilnahme am Umzug mit einer geliehenen Maske aus dem Nicolomuseum wollte der damals Achtjährige im darauffolgenden Jahr seine eigene Maske tragen. Er setzte sich auf den Fliesenboden im Hauseingang und begann mit dem Schnitzen. Obwohl sein erster Versuch noch nicht perfekt war, ließ er sich nicht entmutigen und probierte weiter. Seine Eltern erkannten das Talent ihres Sohnes und richteten ihm eine eigene Schnitzwerkstatt in der Gartenhütte ein.

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„Von Vorteil ist es, wenn man über räumliches Vorstellungsvermögen verfügt. Ich habe mir alles selbst beigebracht, auch wenn mein Vater und mein Großvater handwerklich begabt sind“, erklärt Armin stolz. Die Ideen entstehen direkt in seinem Kopf – ohne vorherige Zeichnungen oder Skizzen.

Detailreiche Arbeit mit traditionellen Materialien

Armin schnitzt seine schaurigen Masken meist aus Zirbenholz, was keine leichte Aufgabe darstellt. Der Krampus verfügt über charakteristische Merkmale: eine riesige Nase, dicke Augenbrauen und einen schaurigen, aufgerissenen Mund mit Fangzähnen. All diese Details arbeitet der Jugendliche aus einem einzigen Holzklotz heraus. Für das Schnitzen des Gesichts allein benötigt er drei bis vier Tage intensive Arbeit.

Hörner und Fell von Schaf oder Ziege verleihen den Krampusmasken schließlich ihr traditionelles Aussehen. Einige seiner Werke stellte der Schüler, der am 11. März seinen 15. Geburtstag feierte, bereits vor zwei Jahren in einer großen Krampus- und Perchtemaskenausstellung in Graz aus – ein Ereignis, das vielen Besuchern sein außergewöhnliches Talent vor Augen führte.

Leidenschaft bleibt Hobby

Seine fertigen Masken präsentiert Armin derzeit in seiner Werkstatt, und in den nächsten Tagen plant er, wieder mit dem Schnitzen zu beginnen. „Meine Freunde finden das cool, weil es bei uns zur Tradition gehört“, berichtet der Jugendliche. Trotz seines beeindruckenden Talents möchte er das Schnitzen jedoch nur als Hobby betreiben. Nach der polytechnischen Schule plant er, den Beruf des Maschinenbautechnikers zu erlernen.

Die traditionelle Handwerkskunst des Maskenschnitzens findet in Armin Hochrainer einen jungen, talentierten Vertreter, der die kulturellen Bräuche seiner Region mit Hingabe und Kreativität am Leben erhält – ganz ohne formale Ausbildung, aber mit viel Leidenschaft und räumlichem Vorstellungsvermögen.

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