Frank Peter sucht eine besondere DDR-Postkarte
Frank Peter aus Ueckermünde sucht eine alte DDR-Postkarte, auf der er vor rund 40 Jahren als Pionier im Traditionslager „Klim Woroschilow“ in Templin abgebildet ist. Die Karte wurde kurz vor der Wende gedruckt, aber er hat nie ein Exemplar erhalten. Nun hofft er, dass jemand in Templin oder Umgebung noch eine solche Karte besitzt.
Die Erinnerungen an das Lager
Frank Peter erinnert sich gern an seine Zeit im Pionierlager. „Es war grandios, obwohl es Fahnenappelle gab und wir auch manchmal in Pionierkleidung angetreten sind“, schrieb er an die Redaktion. Besonders beeindruckt war er von den Pionieren aus vielen Ländern, darunter auch aus Westberlin. Die Westpioniere brachten neue Spiele mit, wie „Rüstungspfennige versenken“, bei dem sie eine Schüssel mit Wasser füllten und darin eine kleine Schale versenkten. Die DDR-Pioniere hatten Holzknobelspiele gebastelt. Es gab sogar einmal eine Büchse Coca-Cola, was für die Kinder aus der DDR etwas ganz Besonderes war.
Frank Peter erinnert sich auch an Unterhaltungsprogramme mit Petra Zieger oder Gerhard Adolph, genannt Adi, von dem er ein Autogramm bekam. Er bewahrt noch einige Erinnerungsstücke aus der Zeit im Lager auf, aber die Postkarte fehlt ihm.
Die Suche nach der Postkarte
Für die Postkarte wurde Frank Peter zusammen mit drei anderen Pionieren am Relief des Lagers fotografiert. Ein Exemplar hat er nie bekommen. „Mir wurde damals gesagt, dass demnächst eine neue Postkarte gedruckt wird, dann kam aber die Wende“, erzählt er. Auf Flohmärkten und im Internet suchte er vergeblich. Schließlich stieß er auf das DDR-Postkarten-Museum, dessen Betreiber ihm sagte, dass er nur diese eine Karte besitze. Frank Peter hofft nun, dass jemand in Templin oder der Umgebung noch eine der Karten hat und sie ihm überlassen kann.
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Frank Peter: Ein Junge aus Ueckermünde
Frank Peter ist gebürtig aus Ueckermünde, lebt aber heute in Leipzig. „Auch wenn ich jobbedingt nach der Wende nach Leipzig gekommen bin und immer noch dort lebe. Hier ist es auch schön, und es gibt mittlerweile viele Seen, also Wasser“, sagt er. Die Ostsee kann er jedoch nicht vergessen, und so ist er aktuell mit dem Fahrrad auf dem Ostseeküstenradweg unterwegs. Von Lübeck geht es immer am Meer entlang bis nach Ueckermünde, bis er Anfang Mai wieder zurück nach Leipzig fährt. Vielleicht hat er dann ja bereits eine gute Nachricht im Gepäck.
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