Ein ungewöhnlicher Arbeitsplatz: Seit Ende März und noch bis Anfang Mai sind Anett Gottschalk, Philipp Grundmann und weitere Helfer auf dem Jüdischen Friedhof in der südlichen Dessauer Innenstadt im Einsatz. Die Museumsleiterin und der Medientechniker dokumentieren die Grabsteine für eine Online-Datenbank.
Warum die Erfassung nötig ist
Die Zeit drängt, denn viele Grabsteine sind verwittert oder beschädigt. Die Digitalisierung soll die Inschriften und Symbole für die Nachwelt bewahren. Das Projekt ermöglicht es Angehörigen und Forschern, künftig online nach Gräbern zu suchen.
Wie die Arbeit abläuft
Jeder Stein wird fotografiert, vermessen und seine Lage per GPS erfasst. Die Inschriften werden transkribiert und in die Datenbank eingegeben. Besondere Symbole wie Hände oder Kannen werden ebenfalls dokumentiert.
Das Projekt wird von der Stadt Dessau-Roßlau und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden unterstützt. Es ist ein Beitrag zur Bewahrung jüdischen Kulturerbes in Sachsen-Anhalt.



