Oslo (Norwegen) – Ein bemerkenswerter Sensationsfund auf dem Feld eines Bauernhofes sorgt für Aufsehen: Bei einem Schulausflug in Norwegen fiel einem kleinen Jungen ein rostiges Metallstück auf, das aus der Erde ragte. Er zog daran und beförderte einen Schatz aus der Wikingerzeit zutage!
Henrik Refsnes Mørtvedt (6) verfügt nicht nur über die für sein Alter typische kindliche Neugier, sondern offenbar sieht er auch genauer hin als andere. Auf einer Klassenfahrt der Fredheim-Schule nach Brandbu, 80 Kilometer nördlich von Oslo, bemerkte er während eines Ausfluges auf dem Feld etwas Seltsames: Es sah aus wie der Griff von einem sehr alten Schwert. Was der Erstklässler dann wenig später ans Tageslicht beförderte, lässt Archäologen nun jubeln.
Das unscheinbare Ding entpuppte sich als einseitig geschliffenes Schwert aus der frühen Wikingerzeit, circa 1,30 Meter lang. Henrik über die Schatzsuche zur Hadeland-Zeitung: „Dieses Teil ragte heraus! Es war voller Rost und Erde. Also dachte ich, ich hebe es auf und schaue, was es ist.“
Nach dem ersten Staunen meldeten Kinder und Lehrer den Fund bei Archäologen der Bezirksverwaltung: „Wir glauben, dass das Schwert etwa 1300 Jahre alt ist, also aus der Merowingerzeit oder dem Beginn der Wikingerzeit stammt“, erklärten die Fachleute.
3000 Wikinger-Münzen in der Nähe
Die Experten sollten in der Region weiter die Augen offen halten: Schließlich hatten Schatzsucher in Norwegen erst in jüngster Vergangenheit den größten Münzschatz der Wikingerzeit – 3000 Silbertaler aus der Zeit um das Jahr 1000 nach Christus – gefunden. Sie lagen 170 Kilometer vom jetzigen Fundort entfernt auf einem Acker.
Das wertvolle Schwert befindet sich mittlerweile im Kulturhistorischen Museum in Oslo. Dort wird es genauer untersucht und bald ausgestellt.



