Bitterfeld-Wolfen. Eine Schocknachricht erschüttert die Stadt: Der Traum vom Bitterfelder Musicalpalast scheint geplatzt. Oberbürgermeister Armin Schenk (CDU) will das Millionen-Projekt nach neuen Gutachten kippen. „Ich werde dem Stadtrat empfehlen, das Projekt einzustellen“, erklärte er gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung. Damit droht dem Rettungsplan für den Kulturpalast bereits vor dem Start das Aus.
Neue Gutachten als Entscheidungsgrundlage
Der Bitterfelder Kulturpalast sollte mit Hilfe von Kohlemilliarden zu einem überregional ausstrahlenden Musicalhaus umgebaut werden. Doch nun haben aktuelle Gutachten die Risiken und Kosten des Vorhabens in einem neuen Licht erscheinen lassen. Die genauen Inhalte der Gutachten wurden nicht vollständig offengelegt, doch sie scheinen so gravierend, dass der Oberbürgermeister die Notbremse ziehen will. Der Stadtrat wird am 13. Mai über einen Antrag entscheiden, der den Grundsatzbeschluss zum Umbau vom März 2025 wieder aufheben soll.
Kontroverse Diskussion erwartet
Die Entscheidung verspricht, kontrovers zu werden. Viele Bürger und lokale Akteure hatten große Hoffnungen in das Musicalhaus gesetzt, das die kulturelle Landschaft der Region nachhaltig beleben sollte. Nun stehen die Zeichen auf Stopp. Schenk betont, dass er keine andere Chance sehe, angesichts der neuen Erkenntnisse. Die Debatte im Stadtrat wird mit Spannung erwartet, denn die Zukunft des Kulturpalasts hängt davon ab.
Hintergrund: Der lange Weg zum Musicalhaus
Der Kulturpalast in Bitterfeld ist ein traditionsreicher Ort, der seit Jahren um seine Zukunft kämpft. Der geplante Umbau zum Musicalhaus war als Rettungsanker gedacht, um das Gebäude zu erhalten und gleichzeitig ein touristisches Highlight zu schaffen. Die Finanzierung sollte über Strukturhilfen aus dem Kohleausstieg erfolgen. Doch nun scheinen die Hürden zu hoch. Die Stadt steht vor einem Scherbenhaufen, denn Alternativen sind nicht in Sicht.
Der Oberbürgermeister appelliert an die Vernunft: „Wir müssen realistisch bleiben. Die Gutachten zeigen, dass die Risiken zu groß sind. Ein Weiterführen des Projekts wäre unverantwortlich.“ Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Stadtrat, der am 13. Mai über das Schicksal des Kulturpalasts abstimmen wird.



