Halle (Saale)/Leipzig - Die 16. Museumsnacht in Halle und Leipzig lockte am Samstag zahlreiche Besucher an. Unter dem Motto „Nachtgestalten“ öffneten rund 90 Museen, Galerien und Sammlungen ihre Türen. Die Gäste konnten aus mehr als 500 Programmpunkten wählen, darunter Führungen, Mitmachaktionen, Konzerte, Performances und Filmvorführungen.
Kulturelle Verbundenheit zwischen Halle und Leipzig
Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke betonte die enge kulturelle Verbindung der beiden Städte: „Die Museumsnacht zeigt auf besondere Weise, wie eng Leipzig und Halle kulturell verbunden sind. Durch die Vielfalt beider Städte entsteht ein lebendiger Kulturraum, der weit über die Stadtgrenzen hinaus begeistert und die Metropolregion Mitteldeutschland stärkt.“
Höhepunkte der Museumsnacht
Zu den diesjährigen Höhepunkten zählten Einblicke hinter die Kulissen im neuen Salinemuseum Halle, eine Tanzstunde im Leipziger Mendelssohn-Haus und kreative Aktionen im Deutschen Buch- und Schriftmuseum in Leipzig. Neu vertreten waren die Kunsthalle der Sparkasse Leipzig, das Stadtarchiv Halle und das Kaffeemuseum „Zum Arabischen Coffe Baum“ in Leipzig. Das DB Museum, das erst kürzlich wiedereröffnet hat, präsentierte historische Loks.
Familien im Fokus
Ein besonderer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf Familien. Zahlreiche Programmpunkte richteten sich gezielt an Kinder. Im Salinemuseum konnten sie das Handwerk eines Gauklers kennenlernen, während das Planetarium mit kindgerechten Shows zu Sternen und Planeten begeisterte. Auch die Franckeschen Stiftungen boten ein Labyrinth-Spiel, Familienführungen und Lichtinstallationen zum Vogelzug an.
Weitere Attraktionen
In der Burg Galerie im Volkspark überraschte die überlebensgroße Puppe „Mito“ die Gäste. Technikfans kamen im historischen Lokschuppen des DB Museums auf ihre Kosten. Im Stadtmuseum gab es Rundgänge per Taschenlampe und improvisierte Live-Musik. Die Zoologische Sammlung der Martin-Luther-Universität am Domplatz, Sachsen-Anhalts größte naturkundliche Sammlung mit über zwei Millionen Objekten, zeigte unter anderem die Live-Präparation eines Tieres. Das Graf Luckner Museum in der Bernburger Straße öffnete ebenfalls, und Vereinsmitglieder erzählten Anekdoten über die historisch umstrittene Person. Im Geiseltalmuseum konnten Besucher erleben, wie die Welt vor rund 50 Millionen Jahren aussah.



