Runneburg Weißensee: Schadenshöhe nach Brand noch unklar - Spendenaktion gestartet
Runneburg-Brand: Schadenshöhe unklar, Spendenaktion läuft

Runneburg Weißensee: Schadenshöhe nach Brand noch unklar - Spendenaktion gestartet

Die mittelalterliche Runneburg in Weißensee (Landkreis Sömmerda) ist bei einem Brand in der Nacht zum Donnerstag nur knapp einer Katastrophe entgangen. Das Ausmaß der Schäden lässt sich bislang nicht beziffern, wie die zuständige Stiftung Schlösser und Gärten mitteilte. Eine erste Spendensammlung zugunsten des wertvollen Kulturdenkmals ist bereits angelaufen und hat bisher mehr als 4.000 Euro eingebracht.

Komplexe Schadensbewertung nach dem Feuer

Franz Nagel, Sprecher der Stiftung Schlösser und Gärten, erklärte, die Bewertung der Schäden sei komplex. „Das ist komplex“, sagte er auf Anfrage. Der Brand hatte seinen Ausgangspunkt im früheren Küchengebäude, das vollständig abbrannte. Von dieser erstmals im 15. Jahrhundert erwähnten alten Küche stehen nur noch die Umfassungsmauern, die darin vorhandene Holzkonstruktion wurde vernichtet.

Andere Gebäudeteile, darunter der frisch sanierte Palasturm, erlitten Hitzeschäden. Die Feuerwehren konnten ein Übergreifen der Flammen auf den Palasturm verhindern. Diese Schäden werden als reparabel eingeschätzt, doch eine genaue Schadenshöhe ist noch nicht ermittelbar.

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Bedeutendes romanisches Bauwerk in Gefahr

Die Runneburg aus dem 12. Jahrhundert ist ein außerordentlich wertvolles Kulturdenkmal. Laut Stiftung zählt sie zu einem der bedeutendsten Zeugnisse romanischer Baukunst in Deutschland. In kaum einer Anlage sei so viel originale Bausubstanz des Hochmittelalters erhalten. Die Stiftung bezeichnet sie auch als „kleine Schwester“ der Wartburg, was ihre historische Bedeutung unterstreicht.

Brandermittler der Polizei haben sich am Donnerstag vor Ort ein Bild von dem Ausmaß gemacht und untersuchen die Ursachen des Feuers. Bislang wurden dazu noch keine Erkenntnisse mitgeteilt, die Ermittlungen dauern an.

Spendeninitiative für den Erhalt der Burg

Parallel zu den Untersuchungen läuft bereits eine erste Spendensammlung für die Runneburg. Diese geht auf eine Privatinitiative in einem sozialen Netzwerk zurück und zeigt das große öffentliche Interesse am Erhalt des Denkmals. Bisher sind mehr als 4.000 Euro eingegangen, was die Solidarität der Bevölkerung mit dem bedrohten Kulturerbe demonstriert.

Die Stiftung Schlösser und Gärten betont die Bedeutung der Runneburg als kulturelles Erbe und hofft auf weitere Unterstützung, um die Schäden zu beheben und das Bauwerk für kommende Generationen zu bewahren.

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