Abschied von Mario Adorf: Trauerfeier in München mit bewegenden Reden
Abschied von Mario Adorf: Trauerfeier in München

München - Angehörige, Kollegen und Weggefährten haben in München Abschied von Mario Adorf genommen. Der Schauspieler war am 8. April mit 95 Jahren in Frankreich gestorben. Die Trauerfeier fand in der Kirche St. Michael statt, die mit zahlreichen Prominenten und Wegbegleitern gefüllt war.

Bewegende Reden von Weggefährten

Die Schauspielkollegin Iris Berben begann ihre Trauerrede mit den Worten „Ach, liebster Mario“. Sie beschrieb Adorf als einen „Komplizen der Kunst“ und „Komplizen des Lebens“. Ihre Stimme zitterte, als sie an die gemeinsame Zeit erinnerte. Axel Milberg hingegen berichtete von einem persönlichen Erlebnis: einem Mittagessen mit Adorf und dessen Frau Monique in Paris Ende 2024. Er beschrieb den Schauspieler als warmherzigen und humorvollen Menschen.

Adorfs eigene Abschiedsworte

Adorfs Verleger Helge Malchow verlas eine Kurzgeschichte, die der Schauspieler und Schriftsteller kurz vor seinem Tod verfasst hatte. Besonders berührend war das Zitat seines Managers Michael Stark: „Erst wenn es so weit ist, merken wir, dass wir uns unser Leben lang für unsterblich hielten“, schrieb Adorf kürzlich. Er wolle das Ende annehmen, ohne zu jammern und ohne zu sagen: „Schon? Warum? Es war doch so schön.“ Diese Worte zeigten seine Gelassenheit und seinen Humor bis zum Schluss.

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Trauerfeier in München, Beisetzung in St. Tropez

Adorf hatte auch eine Wohnung in München, doch beigesetzt wird er nicht in der bayerischen Landeshauptstadt, sondern an der französischen Mittelmeerküste in St. Tropez. Seine Witwe Monique Faye stammt aus Südfrankreich, und das Paar lebte überwiegend in Paris. Die Beisetzung soll im engsten Familienkreis stattfinden.

Prominente Gäste und emotionaler Abschied

Neben seiner Frau Monique und seiner Tochter Stella, die ihre Rede mit den Worten „Vielen Dank, Mario, vielen Dank, Papi - für alles“ abschloss, waren auch Prominente wie Senta Berger, Günter Netzer, Veronica Ferres und David Dietl in die Kirche St. Michael gekommen. Die Atmosphäre war von tiefer Dankbarkeit und Wehmut geprägt. Nach der Trauerfeier ging es laut Medienberichten zu einem Empfang ins Nobelhotel Bayerischer Hof – genau dorthin, wo Adorf am Pool für Helmut Dietls Serie „Kir Royal“ seine wohl berühmteste Szene drehte. Dieser Ort symbolisierte die enge Verbindung zwischen Adorf und München.

Mario Adorf war über Jahrzehnte einer der ganz Großen des deutschen Films. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke, doch seine Filme und seine Geschichten bleiben unvergessen.

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