Irland führt weltweit erstes dauerhaftes Künstlergrundeinkommen ein
Irland: Dauerhaftes Grundeinkommen für Künstler

Irland etabliert weltweit erstes dauerhaftes Künstlergrundeinkommen

Irland hat am Dienstag ein historisches Programm zur Förderung der Kulturlandschaft gestartet: Ein dauerhaftes Grundeinkommen für Künstlerinnen und Künstler. Nach einem dreijährigen Pilotprojekt, das 2022 zur Unterstützung nach den Coronalockdowns initiiert wurde, hat die irische Regierung beschlossen, die Zahlungen von 325 Euro pro Woche an 2000 ausgewählte Kreativschaffende zu verstetigen. Kulturminister Patrick O'Donovan bezeichnete diesen Schritt als eine Pioniertat, die Irland international abheben werde.

Einzigartiges Modell mit klaren Regeln

Das Programm sieht vor, dass die Empfänger die wöchentlichen Zahlungen über einen Zeitraum von drei Jahren erhalten. Anschließend sind sie für den nächsten Dreijahreszyklus nicht mehr berechtigt, um neuen Talenten eine Chance zu geben. Aus über 8000 Bewerbungen wurden 2000 Teilnehmer zufällig ausgewählt. O'Donovan kündigte an, die Anzahl der geförderten Künstler im Laufe der Zeit schrittweise erhöhen zu wollen.

Bei der Vorstellung des Programms im James-Joyce-Raum des Bewley's Café in Dublin betonte der Minister: "Dies ist ein gewaltiger Schritt nach vorn, den andere Länder nicht machen." Er verwies darauf, dass zwar ähnliche Modellversuche in Städten wie San Francisco und New York existieren, Irland jedoch das erste Land sei, das ein dauerhaftes, landesweites Grundeinkommen für den Kulturbereich einführt.

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Positive Ergebnisse aus der Pilotphase

Ein Evaluationsbericht zum Pilotprojekt dokumentiert deutliche Verbesserungen für die teilnehmenden Kunstschaffenden:

  • Reduzierte Existenzängste: Die finanzielle Grundsicherung hat die wirtschaftlichen Sorgen der Künstler erheblich verringert.
  • Weniger Nebentätigkeiten: Die Abhängigkeit von fachfremden Jobs zum Überleben nahm spürbar ab.
  • Mehr kreative Zeit: Die Begünstigten konnten sich intensiver ihrer künstlerischen Arbeit widmen.

Peter Power von der Lobbygruppe National Campaign for the Arts kommentierte: "Das Programm war ein Praxistest dafür, was passiert, wenn man Menschen Stabilität statt Unsicherheit gibt. Viele konnten sich schließlich allein durch ihre Arbeit besser selbst tragen."

Wirtschaftliche Bilanz überzeugt

Eine von der Regierung in Auftrag gegebene Kosten-Nutzen-Analyse ergab, dass die Nettokosten des Projekts von 72 Millionen Euro mehr als kompensiert wurden. Die positiven Effekte umfassen:

  1. Gestiegene Ausgaben im Kulturbereich durch die geförderten Künstler.
  2. Produktivitätsgewinne durch konzentrierteres Schaffen.
  3. Geringere Inanspruchnahme anderer Sozialleistungen.

Damit stellt das irische Modell nicht nur eine kulturelle, sondern auch eine wirtschaftlich sinnvolle Investition dar, die langfristig die kreative Infrastruktur des Landes stärken soll.

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