Klares Bekenntnis zur Kultur: Landkreis Uckermark investiert 2,9 Millionen Euro in Theater
Landkreis Uckermark investiert Millionen in Theaterförderung

Millionenförderung für Uckermärkische Bühnen bis 2030 gesichert

Der Landkreis Uckermark hat ein deutliches Signal für die Kultur in der Region gesetzt. Mit einem neuen Vertrag werden die Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs) bis zum Jahr 2030 mit insgesamt 2,9 Millionen Euro aus dem Kreishaushalt unterstützt. Landrätin Karina Dörk, Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe und Intendant André Nicke besiegelten die Vereinbarung mit ihren Unterschriften.

Planungssicherheit für künstlerische Produktionen

Die finanzielle Förderung gewährt dem Theaterbetrieb in Schwedt langfristige Planungssicherheit. Bereits am 1. Oktober 2025 hatten die Kreistagsabgeordneten einstimmig für die Fortführung des Vertrags gestimmt, nachdem der bisherige Vertrag Ende des vergangenen Jahres ausgelaufen war. Jährlich fließen nun 588.000 Euro aus dem Kreishaushalt an die Uckermärkischen Bühnen.

„Ich bin sehr dankbar, dass wir die Förderung so hinbekommen haben“, erklärte Landrätin Karina Dörk bei der Vertragsunterzeichnung. Die Unterstützung sichert nicht nur den Bühnenbetrieb in Schwedt, sondern stärkt auch das kulturelle Angebot für die gesamte Region und darüber hinaus.

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Theater als kultureller Leuchtturm der Uckermark

Die Uckermärkischen Bühnen zählen zu den bedeutenden Kultur-Leuchttürmen in der Uckermark. Mit Gastspielen in Prenzlau und anderen Orten der Region sowie speziellen Angeboten wie Klassenzimmerstücken erreicht das Theater ein breites Publikum. Komödien und andere Produktionen bereichern das kulturelle Leben weit über die Stadtgrenzen Schwedts hinaus.

Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe betonte die Bedeutung der Vereinbarung: „Für Schwedt ist der Vertrag mit dem Landkreis ein sehr gutes Zeichen. Ich sehe das als Bekenntnis der Kreistagsabgeordneten zu den Uckermärkischen Bühnen. Uns ist es eine Herzenssache, zu sagen: Stadt und Landkreis stehen zu den ubs.“

Sparsamkeit und Eigenverantwortung als Grundsätze

Der Fördervertrag verpflichtet das Theater gleichzeitig zu wirtschaftlichem Handeln. Ein Schwerpunkt liegt auf der Erwirtschaftung eines möglichst hohen Anteils von Eigeneinnahmen zur Deckung der Gesamtkosten. Intendant André Nicke setzte froh seine Unterschrift unter das Dokument und verpflichtete sich zu sparsamem Wirtschaften.

Die Uckermärkischen Bühnen sind ein Eigenbetrieb der Stadt Schwedt, die sich ebenfalls mit erheblichen Mitteln an der Finanzierung beteiligt. Zusätzliche Zuwendungen kommen vom Land Brandenburg, was die breite Unterstützung für die kulturelle Institution unterstreicht.

Kultur als demokratisches Gut in gefährdeter Theaterlandschaft

André Nicke zeigte sich dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen, wies aber auch auf die prekäre Situation vieler Theater in Deutschland hin. „So eine Finanzierung ist in diesen Zeiten keine Selbstverständlichkeit“, betonte der Intendant. Er verwies auf Beispiele wie das kurz vor der baupolizeilichen Sperrung stehende Theater Erlangen oder wackelige künstlerische Angebote in Chemnitz und Stuttgart.

Nicke mahnte ein gesellschaftliches Wollen von Kultur und Kunst an und erinnerte daran, dass es in der DDR einst 2000 Kulturhäuser gegeben habe. „Die Uckermärkischen Bühnen sind ein Ort, an dem wir Demokratie mit Kultur verteidigen, nicht mit Waffen“, stellte der Theaterchef fest und unterstrich damit die politische Dimension kultureller Arbeit.

Die fünfjährige Fördervereinbarung bis 2030 stellt somit nicht nur eine finanzielle Absicherung dar, sondern auch ein politisches Bekenntnis zur Bedeutung von Theater und Kultur für die demokratische Gesellschaft in der Uckermark und darüber hinaus.

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