Neue Gesichter auf dem Nockherberg: Rollenbesetzung für das politische Singspiel enthüllt
Neue Rollen im Nockherberg-Singspiel enthüllt

Frische Gesichter für das politische Singspiel auf dem Nockherberg

Mit der neuen Bundesregierung hält auch frischer Wind Einzug in das traditionsreiche Singspiel auf dem Nockherberg. Die Paulaner-Brauerei hat nun die meisten Rollen für die kommende Aufführung bekannt gegeben, wobei eine Besetzung noch im Geheimen bleibt. Die Autoren Stefan Betz und Richard Oehmann stehen vor der Herausforderung, mehrere neue politische Figuren auf die Bühne zu bringen.

Wiedersehen mit Wowo Habdank als Alexander Dobrindt

Ein vertrautes Gesicht kehrt in neuer Rolle zurück: Schauspieler Wowo Habdank, der von 2014 bis 2018 den damaligen Grünen-Vorsitzenden Anton Hofreiter verkörperte, übernimmt nun die Rolle des CSU-Innenministers Alexander Dobrindt. „Nichts“ hätten Hofreiter und Dobrindt gemeinsam, erklärt Habdank mit einem Augenzwinkern. Die Charakterstudie gestaltet sich diesmal anders: „Ich musste schon eine Weile suchen, um da ein paar Eigenheiten zu finden“, verrät der Schauspieler. Dobrindt besitze eine spezielle Art der Sprachbehandlung, wirke elegant und sogar humorvoll. „Er ist schon sehr gehobelt“, so Habdank, während Hofreiter eher ungehobelt gewesen sei – was ihm persönlich näher gelegen habe.

Geheimnis um Thomas Limpinsels neue Rolle

Ein spannendes Rätsel bleibt die neue Rolle von Thomas Limpinsel, der fünf Jahre lang den Grünen-Politiker Robert Habeck gespielt hat und diesen sehr vermisst. Über seine neue Figur darf er nicht sprechen, doch sie scheint weit von Habeck entfernt zu sein. Auf die Frage, ob es sich um den SPD-Politiker Lars Klingbeil handelt, antwortet Limpinsel nur „Lars das!“ und lacht verschmitzt. Die Paulaner-Brauerei hält diese Besetzung noch unter Verschluss, was die Spannung erhöht.

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Nikola Norgauer wechselt von Scholz zu Bas

Nikola Norgauer, die in den letzten drei Jahren Bundeskanzler Olaf Scholz verkörperte, bleibt der SPD treu und übernimmt nun die Rolle von Arbeitsministerin Bärbel Bas. „Ihre direkte, ehrliche und kumpelhafte Art zu reden gefällt mir sehr gut“, schwärmt Norgauer. „Ihre Mimik ist sehr reduziert, dafür passiert in der Sprache viel.“ Persönlich kennt sie Bas noch nicht, wünscht sich aber sehnlichst einen Besuch der Ministerin bei der Aufführung. „Das direkte Gegenüber auf dem Nockherberg ist einmalig“, betont sie. „Während die Politiker unten im Publikum sitzen, halten wir ihnen oben auf der Bühne live den Spiegel vor. Das ist nicht nur für uns großartig, sondern auch für die Politiker.“

Comeback und Kontinuität auf der Bühne

Sina Reiß freut sich über das Comeback von Katharina Schulze, Chefin der Landtags-Grünen, die nach einer Pause im letzten Jahr wieder auf dem Nockherberg zu sehen sein wird. „Katharina Schulze ist immer noch eine Frau, die ihre Ziele stark im Blick hat“, verrät Reiß. „Und dafür geht sie vielleicht auch mal einen Weg, den sie dafür gar nicht so vorgesehen hatte.“ Ein bisschen habe sich Schulze sogar verändert, findet die Schauspielerin.

Zu den etablierten Figuren gehören weiterhin:

  • Markus Söder (CSU), gespielt von Thomas Unger
  • Hubert Aiwanger, gespielt von Stefan Murr
  • Michaela Kaniber (CSU), gespielt von Judith Toth

David Zimmerschied, der bereits Erfahrung als Friedrich Merz auf dem Nockherberg sammelte, feiert nun Premiere als Bundeskanzler. „Ich hab genug zu tun“, kommentiert er trocken. Merz habe sich seit der Wahl zum Kanzler nicht verändert: „Ich erlebe ihn immer noch so fahrig und schwammig wie vor der Macht.“ Dennoch falle es ihm jedes Jahr leichter, ihn zu spielen, da Merz eine gewisse Schrulligkeit besitze, die er sympathisch finde.

Abgänge und neue Dynamik

Nicht mehr vertreten sind Christian Lindner (FDP) und Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Auch Dorothee Bär, obwohl inzwischen Forschungsministerin, steht nicht mehr auf der Bühne. Diese Veränderungen bringen frischen Wind in das Ensemble und ermöglichen neue satirische Perspektiven auf die aktuelle politische Landschaft.

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Die Vorfreude der Schauspieler ist groß, wie Wowo Habdank betont: „Die Freude, wieder auf dem Nockherberg zu sein, steht mir ins Gesicht geschrieben. Und die Neugier auf die neuen Rollen ist riesig.“ Das politische Singspiel verspricht damit eine unterhaltsame und pointierte Reflexion der neuen Regierungsrealität.