Nockherberg Derblecken: Stephan Zinners bissige Fastenpredigt gegen die Polit-Prominenz
Nockherberg: Zinners bissige Fastenpredigt gegen Politiker

Stephan Zinners Derblecken: Eine Stunde voller politischer Spitzen

Beim traditionellen Derblecken auf dem Nockherberg hat Fastenprediger Stephan Zinner etwa eine Stunde lang die politische Prominenz aufs Korn genommen. Sowohl Bundes- als auch Kommunalpolitiker mussten dabei herbe Sprüche einstecken. Zinner betonte, dass er diese Veranstaltung mag, da sie ein positives Signal von Bayern an den Rest der Republik sendet. "Wir können heute zeigen, dass wir über uns selbst lachen können", so der Redner.

Spitzen gegen Söder und die CSU

Besonders die CSU und Ministerpräsident Markus Söder bekamen ihr Fett weg. Zinner merkte an, dass Bescheidenheit nicht die Stärke der CSU sei – in ihrem Grundsatzprogramm finde sich das Wort "Spitze" 19 Mal, "Bescheidenheit" dagegen kein einziges Mal. Über Söder sagte er: "Sie sind jetzt für mich einfach der Dr. Fu Manchu Bayerns." Er erinnerte auch an frühere Aussagen Söders, wie die Forderung nach einem höheren Frauenanteil in der CSU, und kommentierte: "Verrückt, was man so alles sagt."

Bundespolitik im Fokus

Auch auf Bundesebene ließ Zinner kein gutes Haar. Über Friedrich Merz äußerte er sich spöttisch: "Wenn das die 'Letzte Patrone der Demokratie' ist, dann sollte er lieber auf Pfeil und Bogen umschulen." Zur SPD bemerkte er, dass Parteivorsitzender Lars Klingbeil "ein Charisma wie ein Einbau-Kühlschrank" habe. Über Bärbel Bas und Klingbeil sagte er, Bas habe das SPD-Navi wieder auf "links abbiegen!" eingestellt, während Klingbeil als "ängstlicher Beifahrer" lieber auf der Umgehungsstraße bleiben würde.

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Kritik an Ministerien und Themen

Alexander Dobrindt, der als Bundesinnenminister zurückkehrte, wurde für sein Comeback gelobt, aber auch mit Grenzkontrollen-Anekdoten auf die Schippe genommen. Zur Bundeswehr fragte Zinner, warum nur Männer auf der Panzerwiese rumhüpfen, und betonte, dass seine Frau besser schieße als er. Beim Thema Cum-Ex kritisierte er scharf die Verjährung von Forderungen und verglich es mit einer Urlaubsfahrt ohne Benzin.

Bayern-spezifische Seitenhiebe

In Bayern richtete sich Zinner unter anderem an Christian Bernreiter, der weniger Vorschriften beim Bauen fordert: "Vielleicht erkennt man den Unterschied zwischen Silo und Wohnhaus bald nur noch am Klingelschild." Über Hubert Aiwanger scherzte er, dieser mache im Notfall Rauchzeichen, und zu Robert Habeck meinte er, viele Bayern würden lieber ersticken, als ihm recht zu geben. Katharina Schulze lobte er hingegen für ihren Optimismus.

Lokale Politiker und das Oktoberfest

OB Reiter wurde wegen seines Alters und möglicher Wahlchancen aufs Korn genommen, während Clemens Baumgärtner für seine schlanke Figur gelobt und mit Surf-Versuchen auf der Eisbachwelle in Verbindung gebracht wurde. Dominik Krause von den Grünen erhielt Tipps für eine Siegesfeier, inklusive Rücknahmegarantie für Getränke. Zum Oktoberfest bemerkte Zinner, dass sogar Franken dort willkommen seien, und verglich das Käferzelt mit "König der Löwen".

Fazit der Fastenpredigt

Die Premiere von Stephan Zinner als Fastenredner war hoffnungsvoll – kein Politiker und kein Thema blieb unbeackert. Mit zwei Zwischenspielen sorgte er für Kurzweil und bewies, dass politischer Humor in Bayern eine lange Tradition hat. Das Derblecken bleibt ein fester Bestandteil der bayerischen Kultur, wo über sich selbst gelacht werden kann.

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