Uckermärkische Bühnen: Ein Blick hinter sonst verschlossene Türen
Uckermärkische Bühnen öffnen sonst verschlossene Türen

Ein Tag der offenen Tür voller Theaterzauber

Weithin sichtbare Bauarbeiten und trotzdem ein Haus voller Theater: Das sind die Uckermärkischen Bühnen Schwedt. Sie bewiesen es am Tag der offenen Tür mit viel Herzblut für ihr junges und jung gebliebenes Publikum. Sechs Führungen hinter die Kulissen und ein witziger Ausblick auf den Spielplan 2026/27 gehörten dazu.

Hinter verschlossene Türen blicken

„Theater sind immer offene Häuser. Heute aber öffnen wir Türen, die sonst verschlossen bleiben müssen“, begrüßte Intendant André Nicke die zahlreich erschienenen Besucher. Sie konnten unter anderem in die Maskenabteilung blicken oder in die Requisite. Ein Pendelbus fuhr Wissbegierige zur neuen Theaterbühne in der Steinstraße. Sie ist wegen der Sanierung am Großen Haus extra geschaffen worden.

Spielplanpräsentationen mit Witz

Mit zwei Spielplanpräsentationen für die neue Theatersaison eroberten die Schauspieler die Herzen des Publikums. Mit Witz gaben sie einen Einblick, wie ein Spielplan entsteht und ermöglichten so mit ihren Mitteln einen Blick hinter die Kulissen. Widerstreitende Kräfte machen Vorschläge für den Spielplan. Er soll nicht nur gefällig sein, familientauglich und was fürs Herz bieten. Nein, er muss auch Ressourcen schonen. Über allem aber steht die Frage: Wer will das sehen?

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Motto der Saison: „überLEBEN“

Schon von Weitem künden Plakate am Bauzaun des Theaters, dass hier zwar eine Sanierung läuft, aber trotzdem weiter auf den Bühnen gespielt wird. Das Motto der Theatersaison 2026/27 heißt denn auch vieldeutig auslegbar „überLEBEN“. André Nicke sagt dazu: „Zwischen Leben und Überleben bewegt sich unsere neue Spielzeit. Wir erzählen von Menschen im Ringen mit sich selbst und ihrer Umwelt, vom Scheitern und Weitermachen.“

Erfolgreiche vergangene Saison

Ein Blick zurück zeigt, dass die Besucherzahl in der Spielzeit 2024/25 bei 118.350 Gästen lag. In der derzeit laufenden Saison gab es bis Ende März 77.400 Besucher. Drei kommende Premieren, darunter die Open-Air-Aufführung „Shakespeare in Love“, sowie das Schultheaterfest sind da noch nicht mitgezählt. Erfolgreichstes Bühnenstück der Saison war das Weihnachtsmärchen „Der Lebkuchenmann“. Knapp 18.000 kleine und große Zuschauer in Schwedt und auswärts haben es gesehen. Ein Renner war außerdem „Spur der Steine“ mit mehr als 5000 Zuschauern allein in Schwedt.

Neue Spielstätten und zwölf Premieren

Seit Januar steht der Große Saal mit seinen 800 Sitzplätzen wegen Sanierung nicht mehr zur Verfügung. Das kann nicht kompensiert werden. Dennoch gibt es in der kommenden Saison zwölf Premieren, unter anderem in neu geschaffenen Spielstätten. Dazu gehören die Bühne in der Steinstraße sowie das Wintergartencafé. Ganz traditionell wird es mit dem Weihnachtsmärchen „Des Kaisers neue Kleider“ sowie dem Theaterspektakel für die ganze Familie „Der Graf von Monte Christo“. Zudem sind die Schauspieler mit Klassenzimmerstücken in Schulen der Uckermark unterwegs. Zum Spielplan gehören zudem Konzerte und Gastspiele sowie Messen.

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