Kulturstaatsminister Weimer lädt Timothée Chalamet zur Oper ein
Weimer lädt Chalamet zur Oper ein

Kulturstaatsminister Weimer lädt Hollywood-Star Timothée Chalamet zur Oper ein

Nach den kontroversen Äußerungen des Hollywood-Stars Timothée Chalamet zu Oper und Ballett hat sich nun Kulturstaatsminister Wolfram Weimer zu Wort gemeldet. Der parteilose Politiker lud den Schauspieler in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ zu einem Opernbesuch in Deutschland ein, um dessen Meinung zu ändern.

„Deutschland ist Weltmarktführer bei Orchestern und Opernhäusern“

Weimer betonte in seiner Einladung die herausragende Stellung Deutschlands im Kulturbereich. „Deutschland ist quasi Weltmarktführer bei Orchestern, Opernhäusern und Tanzensembles“, erklärte der Kulturstaatsminister. Er lud Chalamet herzlich ein, beim nächsten Deutschland-Besuch „in eins unserer tollen Konzerthäuser oder Musiktheater zu gehen, mit Künstlerinnen und Künstlern zu sprechen und sie bei ihrer Hochleistungsarbeit zu beobachten“.

Der Minister zeigte sich überzeugt, dass ein persönliches Erlebnis den Hollywood-Star umstimmen würde. „Wer Ballett oder Oper nicht hautnah und live erlebt hat, kann auch mal daneben liegen“, so Weimer. Nach einem solchen Besuch würde Chalamet sicherlich sagen: „It was really awesome“.

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Chalamets Äußerungen sorgten für Aufsehen

Der 30-jährige Schauspieler hatte in einer knapp 90-minütigen Gesprächsrunde mit Kollege Matthew McConaughey über die Zukunft der Kinobranche diskutiert. Dabei äußerte er sich kritisch zu traditionellen Kunstformen wie Oper und Ballett. Chalamet sagte, er wolle nicht in Bereichen arbeiten, „bei denen man sagt, 'Hey, erhaltet diese Sache am Leben, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert'“.

Der Oscar-nominierte Darsteller ist für seine Rolle als ehrgeiziger Tischtennisspieler im Film „Marty Supreme“ als bester Hauptdarsteller nominiert. Seine Äußerungen lösten in der Kulturszene gemischte Reaktionen aus.

Opernhäuser reagierten mit Witz und Kritik

Mehrere große Opernhäuser, darunter die Bayerische Staatsoper, nahmen Chalamets Aussagen zum Anlass für teils humorvolle, teils kritische Reaktionen. Die Institutionen verteidigten die Bedeutung und Lebendigkeit der klassischen Kunstformen in der heutigen Zeit.

Kulturstaatsminister Weimer sieht in der Einladung eine Chance, die internationale Strahlkraft der deutschen Kulturszene zu demonstrieren. „Dann spürt Herr Chalamet sofort den Zauber der Oper und die Schönheit des Tanzes“, ist der Politiker überzeugt. Die Einladung steht symbolisch für das Engagement der deutschen Kulturpolitik, traditionelle Kunstformen auch bei jüngeren internationalen Stars bekannter zu machen.

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