Bestseller-Autor Malte Herwig kommt nach Güstrow ins Barlach-Museum
Der renommierte Journalist und Autor Malte Herwig wird am 2. Mai um 18 Uhr im Barlach-Museum in Güstrow aus seinem Spiegel-Bestseller „Françoise Gilot. Die Frau, die Nein sagt“ lesen. Die Veranstaltung findet anlässlich der aktuellen Picasso-Ausstellung „Papier, Picasso x Rapedius“ statt und verspricht tiefe Einblicke in das Leben einer außergewöhnlichen Frau.
Die Frau, die Picasso trotzte
Françoise Gilot war nicht nur die Lebensgefährtin des berühmten Malers Pablo Picasso, sondern auch eine talentierte Künstlerin, die ihn um Jahrzehnte überlebte. Während andere Frauen Picassos tragische Schicksale erlitten, bewies Gilot immense Stärke. „Niemand verlässt einen Mann wie mich!“, soll Picasso gedroht haben, als sie nach zehn Jahren die Trennung vollzog. Doch Gilot setzte sich durch und verließ den Künstler, um ihre eigene künstlerische Laufbahn zu verfolgen.
Malte Herwig hat Gilot persönlich in ihren Ateliers in New York und Paris besucht und ihr Leben für sein Buch minutiös rekonstruiert. Der Autor, bekannt für seine investigativen Reportagen und großen Interviews, arbeitete unter anderem für stern, Süddeutsche Zeitung und Der Spiegel sowie für internationale Publikationen wie die New York Times und The Guardian.
Kuratorin Christin Sobeck zeigt sich begeistert
Christin Sobeck, Kuratorin der Picasso-Ausstellung in Güstrow, freut sich besonders auf die Lesung. „Dass man im Schatten von Picasso selber als Frau Kunst schafft zu so einer Zeit, das erforderte schon eine unglaubliche innere Kraft“, betont sie. Picasso soll sogar versucht haben, Gilots Karriere zu behindern, indem er drohte, Galeristen, die ihre Werke ausstellten, nicht mehr zu beliefern. Dennoch blieb Gilot standhaft und verfolgte ihren Weg.
Tickets für die Lesung sind im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich. Die Veranstaltung bietet eine seltene Gelegenheit, mehr über diese faszinierende Persönlichkeit aus erster Hand zu erfahren.
Erster Tango-Abend im Barlach-Museum
Begleitend zur Ausstellung findet am Samstag, dem 18. April, um 17 Uhr erstmals ein Tango-Tanzabend, eine sogenannte Milonga, im Barlach-Museum statt. Die Idee entstand direkt aus der Picasso-Schau heraus, wie Christin Sobeck erklärt. Pablo Picasso, 1881 im spanischen Málaga geboren, integrierte die Energie und Sinnlichkeit seiner Heimat in seine Werke.
„Der Tango, der in Buenos Aires entstand und tief in der spanisch geprägten Kultur verwurzelt ist, trägt dieselbe Energie, nur dass sie sich hier auf der Tanzfläche entfaltet, umgeben von Originalgrafiken“, so Henning Spitzer, der Güstrower Bildhauer und Initiator des Abends.
Für die musikalische Untermalung sorgen die Geigerin Kerstin Stoermer und Daniel Zaveedra am Klavier mit Live-Musik. Eingeladen sind sowohl erfahrene Tänzer, die die besondere Atmosphäre einer Milonga zu schätzen wissen, als auch Anfänger, die sich einfach ausprobieren möchten. Eine verbindliche Anmeldung ist bis zum 15. April erforderlich.
Diese beiden Events bereichern die Picasso-Ausstellung in Güstrow auf einzigartige Weise und laden Besucher ein, die Welt des Künstlers und seiner Zeitgenossen multimedial zu erleben.



