Bares für Rares: Sensationeller Kellerfund bringt 2.500 Euro für Bronzeskulptur
Die beliebte ZDF-Sendung Bares für Rares präsentierte am 11. März 2026 erneut faszinierende Raritäten mit bewegenden Geschichten. Moderator Horst Lichter führte durch eine Folge, die Kunstliebhaber und Sammler begeisterte. Das Highlight des Tages war eine beeindruckende Bronzeskulptur, die nach jahrzehntelanger Lagerung im Keller ein kleines Vermögen einbrachte.
Das Highlight: Eine seltene Bronzeskulptur aus dem 19. Jahrhundert
Lothar aus Hilden, ein Grafiker, besuchte die Sendung stellvertretend für seine Ex-Frau, um eine wertvolle Bronzeskulptur zu veräußern. Das Kunstwerk war ein Erbstück der Großmutter seiner Ex-Frau und hatte sagenhafte 20 Jahre unbemerkt im Keller gestanden. Trotz sichtbarer Staubschichten offenbarte sich bei näherer Betrachtung ein Meisterwerk.
Kunsthistorikerin Dr. Friederike Werner zeigte sich begeistert von der dynamischen Tierkampfszene, die einen Hirten mit seinem Hütehund im Kampf gegen einen Panther darstellt. Sie zog Vergleiche zu berühmten antiken Werken wie dem Laokoon und identifizierte den Künstler als Julius Franz aus Berlin. Dieser hatte die Figur bereits 1851 im Alter von 27 Jahren entworfen.
Es handelte sich um eine königliche Auftragsarbeit von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Großformatige Ausführungen des Werkes wurden sogar an den russischen Zaren verschenkt und schmückten einst den Sizilianischen Garten im Park Sanssouci in Potsdam. Dr. Werner betonte, dass die vorliegende Bronze äußerst selten sei, da ihr nur zwei weitere Exemplare bekannt sind.
Von 800 Euro Wunschpreis zu 2.500 Euro Verkaufserlös
Obwohl die Figur verstaubt war, bescheinigte die Expertin einen hervorragenden Zustand und sah großes Potenzial nach einer professionellen Reinigung. Lothars bescheidener Wunschpreis lag bei 800 Euro. Dr. Friederike Werner hingegen schätzte den Wert basierend auf der Berühmtheit und künstlerischen Qualität deutlich höher auf 2.000 bis 2.500 Euro.
Im Händlerraum entfachte die besondere Rarität einen intensiven Bieterwettstreit, vor allem zwischen Fabian Laukötter und Wolfgang Pauritsch. Die Gebote schossen schnell in die Höhe. Als Fabian schließlich ein Gebot von 2.500 Euro machte, schlug Lothar freudig ein. Er übertraf damit den ursprünglichen Wunschpreis seiner Ex-Frau um das Dreifache und war sichtlich erfreut: „Super, da wird sich meine Ex-Frau besonders freuen.“ Fabian Laukötter erhielt das beeindruckende Kunstwerk für 2.500 Euro.
Weitere Raritäten in der Sendung vom 11. März 2026
Neben dem Bronzeschatz wurden in der Folge weitere bemerkenswerte Stücke präsentiert:
- Edwin Jeans Leuchtreklame: Sabine aus Schaafheim bot eine beleuchtete Weltkugel-Werbetafel der japanischen Jeansmarke Edwin aus den 1990er-Jahren an, die mit Brad Pitt warb. Annika Raßbach schätzte den Wert auf 200 bis 250 Euro.
- Massives 70-Gramm-Goldarmband: Nadine aus Wortelstetten präsentierte ein italienisches 750er-Goldarmband im Bold-Jewelry-Style aus den späten 1960er oder frühen 1970er Jahren. Dr. Heide Rezepa-Zabel taxierte den Wert auf 5.700 bis 6.300 Euro.
- Jean-Cocteau-Keramikteller: Jürgen Kemner aus Melle verkaufte einen von Hand signierten Keramikteller aus dem Jahr 1958 des französischen Künstlers Jean Cocteau. Dr. Friederike Werner schätzte den Wert auf 1.200 bis 1.500 Euro.
- Prägestempel der Schiffswerft Workman & Clark Ltd.: Michaela und ihre Tochter Kim aus Düsseldorf brachten einen dekorativen Prägestempel aus Gusseisen mit, der von einer historischen Werft in Belfast stammt. Annika Raßbach bewertete das Stück mit 80 bis 100 Euro.
Die Sendung Bares für Rares zeigte einmal mehr, wie versteckte Schätze in deutschen Haushalten ungeahnte Werte bergen können. Die Bronzeskulptur war das beste Beispiel dafür, dass selbst jahrzehntelang vergessene Kunstwerke zu sensationellen Funden werden können.



