Heimatstipendium der Kunststiftung startet dritte Auflage
Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt hat die dritte Runde ihres erfolgreichen Projekts „Heimatstipendium“ gestartet. Von Wittenberg im Norden bis Freyburg im Süden erhalten Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, sich intensiv mit ihrer Heimatregion auseinanderzusetzen und kreative Vorhaben umzusetzen.
Auftaktveranstaltung in Halle mit prominenten Gästen
Zum offiziellen Start des Programms versammelten sich die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten am halleschen Neuwerk 11. Unter den Teilnehmenden der Veranstaltung befanden sich auch Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra von der CDU sowie Manon Bursian, die Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt. Die Auftaktveranstaltung stand im Zeichen der Vernetzung und des Austauschs zwischen den Künstlern und den kulturpolitischen Vertretern des Landes.
Erinnerung an wegweisendes Projekt von Thomas Jeschner
Zu Beginn der dritten Auflage wurde besonders an den verstorbenen Autor und Filmproduzenten Thomas Jeschner erinnert. Der aus Eisleben stammende Künstler hatte während seines Heimatstipendiums im Jahr 2021 ein bewegendes Projekt realisiert. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf die verstreute regionalgeschichtliche Sammlung seiner Heimatstadt und organisierte einen eindrucksvollen Festzug.
An einem sonnigen Sonntag trugen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste behutsam eine Vielzahl von Museumsstücken zu einem temporären Ausstellungsort in Eisleben. Diese Aktion verdeutlichte beispielhaft, wie das Heimatstipendium künstlerische Arbeit mit regionaler Identität und bürgerschaftlichem Engagement verbinden kann.
Vielfältige künstlerische Vorhaben in der dritten Runde
Die aktuelle Auflage des Heimatstipendiums verspricht erneut eine breite Palette kreativer Projekte. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler werden sich in den kommenden Monaten mit verschiedenen Aspekten Sachsen-Anhalts beschäftigen – von historischen Themen über gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen bis hin zu landschaftlichen Besonderheiten.
Das Programm fördert dabei nicht nur etablierte, sondern auch aufstrebende künstlerische Positionen und schafft Räume für experimentelle Herangehensweisen. Die Kunststiftung betont, dass es ihr besonders darauf ankommt, nachhaltige Verbindungen zwischen den Künstlern und den Regionen zu schaffen, in denen sie arbeiten.
Langfristige Wirkung des Förderprogramms
Seit seiner Einführung hat sich das Heimatstipendium zu einem festen Bestandteil der Kulturförderung in Sachsen-Anhalt entwickelt. Das Programm leistet einen wichtigen Beitrag zur künstlerischen Auseinandersetzung mit regionaler Identität und Geschichte. Gleichzeitig stärkt es die kulturelle Infrastruktur in verschiedenen Teilen des Landes und schafft Anknüpfungspunkte für weiterführende kulturelle Projekte.
Die Direktorin der Kunststiftung, Manon Bursian, unterstrich bei der Auftaktveranstaltung die Bedeutung des Stipendiums: „Das Heimatstipendium ermöglicht Künstlerinnen und Künstlern, sich intensiv mit ihrer Umgebung auseinanderzusetzen und dabei neue Perspektiven zu entwickeln.“ Kulturminister Rainer Robra ergänzte, dass solche Programme wesentlich zur kulturellen Vitalität der Regionen beitrügen.
Die Ergebnisse der dritten Auflage des Heimatstipendiums werden voraussichtlich in verschiedenen Ausstellungen und Präsentationen im Laufe des Jahres der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.



