Kulturmanagerin schlägt Alarm: Künstler-Plattform „artists MV“ braucht dringend Unterstützung
Kulturmanagerin sucht Hilfe für Künstler-Plattform „artists MV“

Kulturplattform „artists MV“ wächst rasant – Initiatorin ruft um Hilfe

In Gnoien ist Karola Stenschke vor allem als engagierte Citymanagerin bekannt, die seit etwa drei Jahren erfolgreich die beliebten „little concerts“ sowie den Warbelmarkt und -flohmarkt organisiert. Parallel dazu hat die umtriebige Kulturmanagerin in den vergangenen zwei Jahren die innovative Plattform „artists MV“ ins Leben gerufen, auf der sich Künstler aus ganz Mecklenburg-Vorpommern präsentieren und miteinander vernetzen können. Bislang sind bereits 24 Künstler auf der Plattform vertreten, darunter die talentierte Teterower Sängerin Anne Wahlandt, der bekannte Malchiner Countrysänger Jan Tessin sowie der in Gnoien lebende Fotograf Jürgen Wassmuth. Weitere namhafte Künstler sollen in Kürze hinzukommen.

Starkes Wachstum überfordert die Macherin

Auf der vielseitigen Plattform werden nicht nur zahlreiche Veranstaltungen angekündigt, sondern es wird auch auf eigene, innovative Projekte hingewiesen. Weil das Format in den letzten Monaten ein enormes Wachstum verzeichnet hat, hat die Initiatorin nun einen dringenden und fast verzweifelten Aufruf gestartet. „Ich brauche Hilfe, ganz dringend sogar, sonst geht bald gar nichts mehr bei ,artists mv'“, erklärt die leidenschaftliche Kultur-Enthusiastin Karola Stenschke. Sie betont, dass sie hauptberuflich tätig ist und das gesamte ambitionierte Projekt nebenbei entwickelt, da es äußerst schwierig sei, stabile wirtschaftliche Strukturen aufzubauen.

Dennoch gebe es viele Bereiche, die wirtschaftlich gestaltet, zukunftsorientiert und nachhaltig für die lebendige Kunst- und Kulturszene in Mecklenburg-Vorpommern aufgesetzt werden könnten, erläutert sie in ihrem eindringlichen Appell. Aber ohne ein zuverlässiges Team sei diese enorme Aufgabe einfach nicht mehr zu bewältigen. „Ich brauche Personen, die Empathie, gute Kommunikationsfähigkeiten und einen realistischen Blick auf die Wirtschaftlichkeit von Ideen oder Projekten mitbringen“, so die 47-jährige Initiatorin, die in Dargun zu Hause ist.

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Erste positive Signale und neue Projekte

Ihr Hilferuf, den sie an verschiedene Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und sogar bis nach Berlin versandt hat, wurde tatsächlich gehört. In den kommenden Tagen wird voraussichtlich die freiberufliche Projektmanagerin Victoria Kämpfe mit an Bord kommen. Bereits beim ersten Gespräch habe die Chemie zwischen den beiden Frauen hervorragend gestimmt, was Karola Stenschke optimistisch stimmt.

Allerdings sucht sie weiterhin engagierte Mitstreiter, denn auch im Bereich „Booking und Kooperationen“ benötigt sie dringend Unterstützung. Auch hier hat sich bei Artists MV in letzter Zeit viel getan. So setzt Karola Stenschke in diesem Sommer nicht nur das zweite Schafswiesen-Konzert in Glasow bei Dargun um, sondern stellt gerade das neue Projekt „artists MV unplugged“ auf die Beine. Dabei werden in ausgewählten Kirchen und Kapellen der Region, wie in Basse, Gessin oder Gielow, verschiedene Künstler auftreten.

Darüber hinaus arbeitet sie intensiv an einer spannenden Kooperation mit dem Malchiner Fritz-Greve-Gymnasium zu einer informativen Vortragsreihe. Diese Reihe setzt sich mit dem hochaktuellen Thema „Mentale Gesundheit“ auseinander, wie Stenschke erläutert. „Wir greifen das Thema auf musikalische Weise auf, da Musik ein Träger für Emotionen ist und dadurch Gedanken und Gefühle besser verarbeitet und kommuniziert werden können“, erklärt die 47-Jährige. Das Rostocker Duo „Me & The Lion“ wird dabei seine persönliche Geschichte in berührenden Songs präsentieren.

Zukunft der Plattform gesichert durch Gemeinschaftsgeist

Damit es mit der wichtigen Plattform „artists MV“ erfolgreich weitergehen kann, hat Karola Stenschke einige ihrer Ideen und Projekte vorerst auf Eis gelegt. Dabei handelte es sich um Vorhaben, die zu weit entfernt von ihrem Wohnort in Dargun lagen. Inzwischen blickt sie jedoch wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Durch ihren öffentlichen Aufruf sind viele interessierte und unterstützungsbereite Menschen auf sie zugekommen. „Den Leuten ist auch klar geworden, dass die Plattform ein wichtiger Bestandteil der Region ist und bleiben soll“, freut sich die Kulturmanagerin über die positive Resonanz.

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