Finaler Einsatz für das Ermittlerduo aus Halle
Am kommenden Sonntag, dem 15. Februar 2026, um 20.15 Uhr, sendet die ARD den letzten Teil der Halle-Trilogie des "Polizeiruf 110". Unter dem Titel "Der Wanderer zieht von dannen" verabschieden sich die Kommissare Henry Koitzsch und Michael Lehmann endgültig von den Zuschauern. Die beiden Ermittler, gespielt von Peter Kurth und Peter Schneider, stehen in ihrem Abschlussfall vor einer besonders komplexen Herausforderung.
Ein Mordfall mit historischen Verbindungen
Die Handlung beginnt mit dem mysteriösen Tod einer älteren Dame in ihrer Badewanne. Schnell wird klar, dass es sich bei Frau Krüger (Sybille Maria Dordel) nicht um einen natürlichen Tod handelt, sondern um einen gezielten Mord. Der zunächst verdächtige Hausmeister Trojanowitz (Henning Peker) führt die Ermittler jedoch in eine völlig andere Richtung.
Die Spuren verweisen Koitzsch und Lehmann zurück auf frühere, ungelöste Fälle aus ihrer gemeinsamen Dienstzeit. Besonders der Mord an Uwe Baude aus dem ersten Halle-"Polizeiruf 110" zeigt überraschende Parallelen zum aktuellen Geschehen. Die Ermittler müssen erkennen, dass sie es möglicherweise mit einem Serientäter zu tun haben, dessen Verbrechen sich über Jahre erstrecken.
Gefährliche Ermittlungen und persönliche Risiken
Bei ihren Nachforschungen trifft das Duo auf eine alte Bekannte: Katrin Sommer (Cordelia Wege), die bereits in früheren Fällen eine Rolle spielte. Ihre erneute Präsenz wirft die Frage auf, ob sie der Schlüssel zur Aufklärung der mysteriösen Mordserie sein könnte. Doch bevor die Kommissare diese Frage beantworten können, gerät Henry Koitzsch selbst in lebensbedrohliche Gefahr.
Die Ermittlungen führen die beiden Polizisten tief in die Vergangenheit zurück und zwingen sie, eigene Methoden und Überzeugungen zu hinterfragen. Die besondere Dynamik zwischen dem erfahrenen, unkonventionellen Koitzsch und dem rationalen, vorschriftentreuen Lehmann wird in diesem Finale auf eine harte Probe gestellt.
Das Ende einer kurzen, aber prägenden Trilogie
Der "Polizeiruf 110" aus Halle umfasst insgesamt drei Folgen, die zwischen 2021 und 2026 entstanden sind. Den Auftakt bildete 2021 "An der Saale hellem Strande" anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Krimireihe. Es folgte 2024 der zweite Teil "Der Dicke liebt". Mit "Der Wanderer zieht von dannen" findet diese regionale Variante der beliebten Krimireihe nun ihr Ende.
Produzent Eike Goreczka äußerte zwar Interesse an einer Fortsetzung und möchte bei der Berlinale entsprechende Kontakte nutzen, doch der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hatte von Beginn an festgelegt, dass es sich um eine einmalige Trilogie handeln soll. Auch Hauptdarsteller Peter Schneider bedauert das Ende, betont aber die besondere Qualität der Produktion: "Natürlich erzählen wir auch ein bisschen unsere eigenen Lebensgeschichten mit. Und sei es, wie bei uns Schauspielern, in der Art, wie wir die Geschichten interpretieren."
Die Ermittler im Porträt
Henry Koitzsch, gespielt von Peter Kurth, ist ein erfahrener Kriminalhauptkommissar mit fast dreißig Dienstjahren. Seine raue Art und unorthodoxen Methoden machen ihn zu einem einsamen Wolf, der seinen Feierabend regelmäßig in der Stammkneipe "Zum Heidekrug" verbringt. Geschieden und allein lebend, sehnt er sich dennoch nach einer neuen Partnerschaft.
Sein Partner Michael Lehmann, dargestellt von Peter Schneider, ist das genaue Gegenteil: Ein ruhiger, gefasster Familienvater, der erst spät zur Polizei kam. Der gelernte Krankenpfleger pendelt täglich von Leipzig nach Halle und findet in seinem christlichen Glauben sowie seiner Familie Halt. Trotz seines Alters von 50 Jahren verfügt er über deutlich weniger Ermittlungserfahrung als Koitzsch.
Gerade diese kontrastreichen Charaktere machten den besonderen Reiz des Halle-"Polizeirufs" aus. Ihr Zusammenspiel zwischen Intuition und Rationalität, zwischen Lebenserfahrung und Regelbefolgung schuf eine einzigartige Dynamik, die nun mit dem dritten Teil ihren Abschluss findet.



