Liza Minnelli enthüllt schockierende Details aus ihrem Leben
Liza Minnelli, die 79-jährige Oscarpreisträgerin und weltberühmte Schauspielerin, veröffentlicht pünktlich zu ihrem 80. Geburtstag am 12. März ihre lang erwarteten Memoiren mit dem Titel „Liza – Kids, Wait Till You Hear This!“. In dem 528 Seiten starken Werk blickt sie schonungslos auf ein Leben voller Höhen und Tiefen zurück, das oft einer Achterbahnfahrt mit zu vielen Loopings glich.
Der schlimmste Absturz im Jahr 2003
Ein besonders erschütterndes Kapitel widmet Minnelli ihrem Alkohol-Absturz im Jahr 2003 in New York. Nach der gescheiterten Ehe mit dem Filmproduzenten David Gest suchte sie Zuflucht in einer Bar in Manhattan. Sie schreibt: „Beim Barpersonal war ich bekannt, und sie bedienten mich ohne große Nachfragen. Ich weiß nicht mehr, was ich an jenem Tag trank, vielleicht Cola mit Rum, Scotch oder Cognac. Es war auch egal, mir nichts, dir nichts war ich vollkommen platt und taumelte durch die Straßen.“
Minnelli beschreibt, wie sie betrunken die Lexington Avenue entlang stolperte und schließlich fast komatös auf dem Bürgersteig zusammenbrach. Fast zwei Stunden lag sie dort, während Hunderte von Menschen über sie hinwegstiegen oder um sie herumgingen. Für diesen Vorfall schämt sie sich bis heute zutiefst.
Frühe Berührung mit Sucht und familiäres Erbe
Die Anfälligkeit für Sucht hatte Minnelli früh in ihrem Leben. Ihre Mutter, die legendäre Judy Garland, wurde bereits als Jugendliche abhängig, nachdem Hollywood-Studiobosse sie mit Tabletten zu Höchstleistungen trieben. Nach Garlands Tod mit nur 47 Jahren geriet auch Liza Minnelli in einen Teufelskreis. Ein Arzt verschrieb ihr Valium zur Entspannung vor der Beerdigung, was sie als Auslöser für eine jahrzehntelange Sucht beschreibt: „Es war das erste Mal, dass ich eine solche Tablette nahm, und ich konnte nicht fassen, wie schnell sie den Schmerz linderte.“
Aus dieser einmaligen Einnahme entwickelte sich eine Gewohnheit und später eine schreckliche Sucht, die sie als genetisches Erbe ihrer Mutter bezeichnet. Minnelli geriet in einen Strudel aus Benzodiazepinen, Barbituraten, Amphetaminen, Alkohol und Kokain, die sie als Krücken, aber keine Freunde beschreibt.
Kampf und Hoffnung im Suchtkampf
Trotz der dunklen Zeiten betont Minnelli, dass sie heute Mut machen will. Sie schreibt: „Bitte verurteilen Sie uns nicht. Bitte verstehen Sie, dass wir oft kluge, talentierte, freundliche, liebenswerte Menschen sind, die leider mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen haben.“ Seit 2015 hat sie mit Hilfe von Freunden und Ärzten elf Jahre lang abstinent gelebt und hält ihre Süchte in Schach. Ihr Fazit: „Es gibt Licht am Ende des Tunnels!“
Die Memoiren, die im Heyne Verlag für 26 Euro erscheinen, bieten einen intimen Einblick in das Leben einer Ikone, die trotz aller Widrigkeiten nie die Hoffnung verlor.



