Reuters enthüllt: Robin Gunningham soll das wahre Gesicht hinter Banksy sein
Reuters enthüllt: Robin Gunningham ist Banksy

Das wohl größte Kunstgeheimnis der Welt gelüftet

Seine ikonischen Werke zieren Wände auf der ganzen Welt, doch seine Identität blieb jahrzehntelang im Verborgenen. Nun könnte das Rätsel um den legendären Graffiti-Künstler Banksy endgültig gelöst sein. Eine aufwändige Recherche der renommierten Nachrichtenagentur Reuters kommt zu einem klaren Ergebnis: Robin Gunningham aus Bristol ist die Person hinter dem Pseudonym Banksy.

Eine internationale Spurensuche

Drei investigative Journalisten von Reuters begaben sich auf eine monatelange Reise, die sie von einem zerbombten Dorf in der Ukraine über London bis nach New York führte. Ihr Ziel: die verwischten Spuren des Künstlers verfolgen und mit Menschen sprechen, die den jungen Maler kannten, dessen Werke heute Millionen wert sind. Die intensive Recherche führte sie schließlich zu der überzeugenden Schlussfolgerung, dass der unscheinbare Robin Gunningham tatsächlich Banksy ist.

Die Ukraine-Reise unter falschem Namen

Bereits 2008 kursierten erste Gerüchte über Gunningham als möglichen Banksy, doch der Mann verschwand später von der Bildfläche – vermutlich nach einer Namensänderung. Reuters fand heraus, dass Banksy offenbar unter dem Namen David Jones reist, einem der häufigsten Namen Großbritanniens. Unter diesem Namen reiste am 28. Oktober 2022 ein Mann nach Horenka in der Ukraine ein, dessen Geburtsjahr (1973) mit dem von Gunningham übereinstimmte. Kurz darauf tauchten authentische Banksy-Werke an kriegszerstörten Wänden auf, die der Künstler auf Instagram bestätigte, ohne sein Gesicht zu zeigen.

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Das handgeschriebene Geständnis

Der entscheidende Durchbruch gelang den Journalisten durch bisher unveröffentlichte US-Gerichtsakten und Polizeiberichte. Ein handschriftliches Geständnis des Künstlers zu einer über 25 Jahre zurückliegenden Anklage lieferte den zweifelsfreien Beweis. Auf die Spur führte sie Banksys langjähriger Manager Steve Lazarides, der verriet, dass der Künstler vor mehr als 25 Jahren in New York verhaftet wurde, als er eine Werbetafel von Designer Marc Jacobs übermalen wollte.

Die Bestätigung durch historische Dokumente

Durch die Datierung eines Fotos, das Lazarides 2019 auf Instagram teilte, konnten die längst verstaubten Polizeiakten über die Festnahme von damals ausfindig gemacht werden. Die Akten bestätigten eindeutig: Es handelte sich um Robin Gunningham. Der heute Anfang 50-Jährige hatte sogar ein handgeschriebenes Geständnis namentlich unterzeichnet. Reuters kontaktierte den Briten mit den neuen Erkenntnissen, erhielt jedoch keine Antwort. Banksys Firma „Pest Control“ erklärte lediglich, der Künstler habe „beschlossen, nichts zu sagen“.

Ein Vermächtnis, das weiterlebt

Obwohl die Identität nun möglicherweise enthüllt ist, bleibt das Phänomen Banksy unverändert faszinierend. Seine Werke wie „Girl with Balloon“, das sich nach einer Auktion selbst zerstörte, werden weiterhin Millionen wert sein und kontroverse Diskussionen auslösen. Die Enthüllung seiner Identität ändert nichts an der revolutionären Kraft seiner Straßenkunst, die weltweit soziale und politische Missstände anprangert.

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