Templiner Schüler setzen mit Kunstausstellung starke Zeichen für Frieden und gegen Krieg
Schüler-Kunstausstellung zu Krieg und Frieden in Templin

Templiner Schüler setzen mit Kunstausstellung starke Zeichen für Frieden und gegen Krieg

Die Ausstellung „Gedanken zu Krieg und Frieden“ im Multikulturellen Centrum (MKC) in Templin hat bei ihrer Eröffnung ein überwältigendes Publikumsinteresse ausgelöst. Bis zum 16. März präsentieren Schüler des Templiner Gymnasiums in der Foyergalerie des MKC ihre künstlerischen Arbeiten, die eindringlich die Themen Krieg und Frieden behandeln. Die Ausstellung ist in zweifacher Hinsicht bemerkenswert: sowohl durch die außergewöhnliche Eröffnungsveranstaltung als auch durch die tiefgründigen Gedanken, die junge Menschen in ihren Werken zum Ausdruck bringen.

Kunst als Medium der Auseinandersetzung

Schüler aus zwei Kunstkursen der Jahrgangsstufe 11 haben im Rahmen eines Schulprojekts ihre Ideen in Skulpturen, Malereien, Grafiken und Installationen umgesetzt. Fachlehrerin Silvana Collin erklärte, dass die Schüler dabei ein Foto verarbeiten sollten, da Fotografie zu diesem Zeitpunkt Unterrichtsthema war. „Ich war von den Abschlussergebnissen, die in offener Arbeit entstanden sind, absolut begeistert“, sagte Collin. Ihre Begeisterung teilte auch der Kurator des MKC, Gerald Narr, der daraufhin die Ausstellung im Rahmen der Kooperation zwischen Schule und MKC ermöglichte.

Die Schulleiterin des Templiner Gymnasiums, Nina Göde, betonte während der Eröffnung: „Krieg bringt Leid. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Welt immer weiter aus den Fugen gerät.“ Sie lobte die Kreativität der Schüler, die sie als Ausdruck von Emotionen beschrieb, der daran erinnere, welche essentielle Rolle Frieden für die Gesellschaft spiele.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Politische und gesellschaftliche Resonanz

Landrätin Karina Dörk (CDU) bedankte sich für die Einladung zur Eröffnung und äußerte sich besorgt über die aktuelle Lage: „Angesichts der Entwicklungen ist das Thema Frieden in den letzten Wochen kaum noch präsent. Das darf nicht sein. Wir sollten wieder über Frieden sprechen und nicht nur über Krieg.“ Patrick Telligmann, Vorstandsmitglied des MKC-Fördervereins, hob hervor, dass die Ausstellung den Blick von Templiner Jugendlichen auf ein großes und schweres Thema zeige, das spätestens seit 2022 auch für Europäer wieder sehr aktuell sei.

„Ihr habt uns eingeladen, durch eure Augen auf dieses Thema zu schauen“, richtete Telligmann sich an die Schüler. Er betonte, dass die Ausstellung dazu anrege, über den richtigen Weg zum Frieden zu diskutieren, und fügte hinzu: „Ich glaube daran, dass die Diskussion, der geregelte Streit mit Worten, der erste Schritt zum Frieden ist.“

Beeindruckende Schülerarbeiten und deren Botschaften

Unter jeder ausgestellten Arbeit fanden die Besucher Karten mit Texten der Schüler, in denen sie ihre Gedanken erläuterten. Eine der bemerkenswerten Arbeiten trägt den Titel „Schüsse in den Frieden“. Der Schüler Leon beschrieb sein Werk folgendermaßen: „Das Bild soll zeigen, dass ein Soldat aus einer Welt voller Zerstörung, Rauch und trostloser Landschaften, Friedenstauben in eine Welt voller Hoffnung und in eine bessere Zukunft schießt.“

Helene Schneider schuf ein dreidimensionales Objekt, das sich mit dem Thema auseinandersetzt. In der Beschreibung zu ihrer Arbeit heißt es: „Kriege waren leider schon immer Teil unserer Gesellschaft, haben zu Zerstörung und Verlust geführt und hinterlassen Spuren. Von dem Krieg mit sich selbst bis hin zum Krieg ganzer Länder, der Begriff umfasst vieles. Doch auch am dunkelsten Ort kann Licht entstehen, der Frieden und die Hoffnung.“

Musikalische und literarische Begleitung

Die Ausstellungseröffnung wurde durch ein Programm bereichert, das einige Schüler vorbereitet hatten. Dazu gehörten Lieder, instrumental begleitet, und Gedichte zum Thema. Dorina Heß, deren Sohn an der Ausstellung mitwirkte, zeigte sich beeindruckt: „Die jungen Leute zeigen, was sie empfinden und bewegt, worüber sie nachdenken.“ Ihr Sohn hatte ein Schachbrett gestaltet, auf dem Soldaten als Figuren abgebildet sind, die in den Krieg ziehen, wobei die Gedanken der Soldaten visualisiert werden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Tim Hackbarth führte durch das Programm seiner Mitschüler und erinnerte abschließend an ein Zitat von Mahatma Gandhi: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg.“ Diese Worte bildeten den passenden Abschluss einer Veranstaltung, die Raum für Gespräche und Reflexion bot.

Patrick Telligmann bedankte sich bei allen Organisatoren, insbesondere bei Lehrerin Silvana Collin, und betonte die Bedeutung der Unterstützung durch die Stadt Templin und den Landkreis Uckermark. „Dass solche Veranstaltungen stattfinden können, verdanken wir auch Ihnen, liebe Gäste, und den Unterstützern des MKC“, so Telligmann.