Staatsbibliothek Berlin schließt ab 2030 für elf Jahre zur Generalsanierung
Staatsbibliothek Berlin schließt 2030-2041 für Sanierung

Berliner Staatsbibliothek schließt ab 2030 für elf Jahre zur umfassenden Sanierung

Eines der bedeutendsten Berliner Kulturdenkmäler, die Staatsbibliothek in unmittelbarer Nähe des Potsdamer Platzes, wird ab dem Jahr 2030 für einen Zeitraum von elf Jahren vollständig geschlossen. Diese außergewöhnlich lange Schließungsphase ist notwendig, um eine umfassende Generalsanierung des denkmalgeschützten Gebäudes durchzuführen. Die Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), Marion Ackermann, gab bekannt, dass das Sanierungsvorhaben mit Gesamtkosten von 1,1 Milliarden Euro veranschlagt ist.

Mammutprojekt für eine Architekturikone

„Es geht darum, eine denkmalgeschützte Architekturikone, die dringenden Sanierungsbedarf hat, fit für die Zukunft zu machen“, betonte Ackermann. Die Generalsanierung des Gebäudes, das nur wenige Fußminuten vom Potsdamer Platz entfernt liegt, stellt in jeder Hinsicht eine historische Herausforderung dar. Interessanterweise entspricht die geplante Schließungsdauer von elf Jahren exakt der ursprünglichen Bauzeit des monumentalen Bibliotheksgebäudes.

Logistische Herausforderung: 5,4 Millionen Medien müssen umziehen

Die zur SPK gehörende Bibliothek zählt zu den größten und bedeutendsten Bibliotheken in ganz Deutschland. In ihren Magazinen und Lesesälen sind mehr als 5,4 Millionen Bücher, Handschriften, Karten und andere wertvolle Medien untergebracht. Während der gesamten Sanierungsphase müssen diese unschätzbar wertvollen Bestände fachgerecht ausgelagert und zwischengelagert werden – eine logistische Meisterleistung, die bereits jetzt akribisch geplant wird.

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Zweiter Standort bleibt geöffnet

Für Bibliotheksnutzer gibt es jedoch eine wichtige Entlastung: Die Staatsbibliothek verfügt über einen zweiten Standort Unter den Linden, der von der Schließung nicht betroffen ist und während der gesamten Sanierungsphase regulär geöffnet bleiben wird. Dieser alternative Standort wird somit in den kommenden Jahren eine zentrale Anlaufstelle für Forschung und Studium darstellen.

Vorbereitende Maßnahmen laufen bereits

Die umfangreichen Vorbereitungen auf die Grundsanierung an der Potsdamer Straße haben bereits begonnen und sollen bis zum Jahr 2030 abgeschlossen sein. Diese vorbereitenden Maßnahmen umfassen detaillierte Planungen, statische Untersuchungen, den Aufbau von Infrastruktur für die Bauphase und die Organisation der Medienauslagerung. Nach Abschluss dieser Vorarbeiten wird das Haus dann für die eigentliche Sanierung geschlossen, die bis 2041 andauern soll.

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