ARD-Thriller 'Das dunkle Vermächtnis': Mordfall um die Himmelsscheibe von Nebra
Thriller 'Das dunkle Vermächtnis': Mord um Himmelsscheibe

ARD-Thriller 'Das dunkle Vermächtnis': Mordfall um die Himmelsscheibe von Nebra

Eine runde Bronzeplatte mit Sonne, Mond und 32 Sternen steht im Mittelpunkt eines spannenden ARD-Thrillers. Die Himmelsscheibe von Nebra, ein archäologischer Schatz von weltweiter Bedeutung, dient als Ausgangspunkt für eine Geschichte voller Übernatürlichem, Unerklärlichem und Rätselhaftem. Am heutigen Samstag, dem 14. März, zeigt Das Erste um 20.15 Uhr den Film 'Das dunkle Vermächtnis'. Das Drehbuch von Thomas Sieben, bekannt für Werke wie 'Distanz', verwebt die wahre Begebenheit des Fundes der mehr als 3.600 Jahre alten Himmelsscheibe mit einem mysteriösen Fluch, der Unglück und Tod bringt.

Historische Platte als Auslöser für Verbrechen

Im Zentrum der Handlung steht der betagte Hobbyschatzsucher Arko Haumann, gespielt von Walter Plathe, der gemeinsam mit seinem Freund Paul Wenrich, dargestellt von Elmar Gutmann, vor Jahren die berühmte Bronzeplatte im Wald entdeckte. Nun wird Haumann mit zwölf Messerstichen tot aufgefunden – ein Fall, der Kommissar Peter Ritter, verkörpert von Torben Liebrecht, vor eine knifflige Ermittlung stellt. Schnell wird Wenrich als Hauptverdächtiger festgenommen, nachdem er seinem ehemaligen Freund am Telefon mit dem Tod gedroht hatte. Die Entdeckung der Himmelsscheibe, die als weltweit älteste Darstellung konkreter Himmelsphänomene gilt, hat die einst unzertrennlichen Männer zu erbitterten Feinden gemacht.

Floristin Agnes Schneider, gespielt von Barbara Philipp, warnt die aus Hamburg angereiste Tochter des Verdächtigen, Kim Wenrich, dargestellt von Felicitas Woll: 'Die Scheibe ist wieder da. Und mit ihr kommen Unglück und Tod.' Für Kim beginnt eine düstere Reise in ihre Vergangenheit, während sie versucht, ihren gesundheitlich angeschlagenen Vater zu entlasten, der bereits gestanden hat. Doch bleibt die Frage: Ist Paul Wenrich wirklich ein kaltblütiger Mörder, oder schützt er jemand anderen?

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Mysteriöse Morde und dunkle Geheimnisse

Der Thriller entwickelt sich zu einem komplexen Mystery, als nicht nur Haumann, sondern auch die geheimnisvolle Blumenladenbesitzerin Schneider getötet wird. Kim Wenrich, eine junge Fotografin, wird in die Ermittlungen hineingezogen und muss im Dreck der Vergangenheit wühlen, um Geheimnisse zu lüften. Dabei weicht die Distanz zwischen ihr und dem smarten Kommissar Ritter langsam auf. Der Zuschauer wird permanent mit Flashbacks von Kim konfrontiert, die in merkwürdigen Traumwelten aus ihrer Kindheit und Albträumen gefangen ist. Schnell wird klar, dass sie nicht nur Zeugin oder 'Mitermittlerin' ist – im plötzlichen, unwillkürlichen Wiedererleben des Scheibenfundes in einer engen Waldhöhle liegt der Schlüssel zur Aufklärung der beiden Morde.

Regisseurin Ziska Riemann, bekannt für Tatort-Folgen wie 'Wenn man nur einen retten könnte', inszeniert den Krimi mit einer Mischung aus hölzerner Konstruktion und gewagter Kolorierung. Der Film scheint in einem Freilichtmuseum zu spielen, alles wirkt sonderbar aus der Zeit gefallen. Spannung kommt nur langsam auf, die Ermittlungen bleiben oft blass, und der Zuschauer ist dem Kommissar häufig einen Schritt voraus. Agnes Schneider sagt vor ihrem Tod zu Ritter: 'Sie ist schuld, dass er gestorben ist.' Und Paul Wenrich kritzelt auf ein Blatt Papier: 'Ich glaube nicht an den Fluch. Das Böse steckt am Ende immer in uns.'

Dreharbeiten am historischen Fundort

Gedreht wurde der Film im Jahr 2024 in und um Berlin sowie im sachsen-anhaltischen Nebra, dem tatsächlichen Fundort der Himmelsscheibe. Nahe dieser Kleinstadt im Unstruttal fanden zwei Raubgräber im Jahr 1999 die Bronzeplatte – einer der bedeutendsten archäologischen Funde Deutschlands. Im Jahr 2002 wurde die Himmelsscheibe in der Schweiz sichergestellt, nachdem zwei Hehler den Schatz erworben hatten und bei einer fingierten Verkaufsaktion in Basel geschnappt wurden. Sie wurden rechtskräftig verurteilt. Seit 2013 ist die Scheibe in das Unesco-Dokumentenerbe aufgenommen, und das Original befindet sich heute im Landesmuseum Halle.

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'Das dunkle Vermächtnis' kombiniert historische Fakten mit fiktionalen Elementen, um eine packende Geschichte über Schicksal, Schuld und die dunklen Seiten der menschlichen Natur zu erzählen. Obwohl der Film stellenweise an Spannung verliert, bietet er dennoch einen interessanten Einblick in die Mythen und Geheimnisse, die sich um die Himmelsscheibe von Nebra ranken.