Plauer Viertklässler begeistern bei Theaterprojektwoche „Kids on stage“ mit Geistergeschichte
Viertklässler begeistern bei Theaterprojektwoche in Plau

Plauer Viertklässler begeistern bei Theaterprojektwoche „Kids on stage“ mit Geistergeschichte

Seit vier Jahren erleben die Viertklässler in Plau am See mit dem Projekt „Kids on stage“ besondere kulturelle Momente. Angeleitet von Mitgliedern des Ensembles der Burgfestspiele Plau tauchen die Grundschüler in die Welt des Theaters ein und entwickeln dabei nicht nur schauspielerische Fähigkeiten, sondern auch sozialen Zusammenhalt.

Geistergeschichte als Bühnenstück

In diesem Jahr steht das eigens für das Projekt geschriebene Stück „Burg Schlotterbeck“ im Mittelpunkt. Die Handlung dreht sich um Geister, die sich in ihrem alten Gemäuer langweilen, weil seit Jahren niemand mehr die Burg betreten hat und sie daher niemanden mehr erschrecken können. Als Kinder die Burg als Mutprobe besuchen und später Geisterjäger hinzugezogen werden, stellt sich heraus, dass die jeweils anderen gar nicht so „anders“ sind, wie zunächst angenommen.

Manuel Ettelt, Intendant der Burgfestspiele Plau am See und Mitautor des Stücks, betont die Intention: „Es geht um Zusammenhalt, um das Miteinander.“ Zusammen mit zwei weiteren Ensemblemitgliedern leitet er als Theaterdozent die Grundschüler an, die mit Feuereifer bei der Sache sind. Die Kinder haben sogar ihre Kostüme und Requisiten teilweise selbst angefertigt, unterstützt von ihren Familien.

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Über sich hinauswachsen und neue Freundschaften schließen

Für das Projekt wurden die Klassen komplett neu durchmischt, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich über die Grenzen des gewohnten Klassenverbandes kennenzulernen. „Es geht um Vertrauen, um Mut und um das ‚Über sich hinauswachsen‘“, erklärt Ettelt. Ein bewegendes Beispiel dafür war ein Junge, der sich zunächst nicht traute, eine bestimmte Aktion durchzuführen. Die gesamte Gruppe begann, seinen Namen zu rufen und ihn anzufeuern, bis er es wagte – ein magischer Moment, der den Teamgeist unterstrich.

Schulleiterin Anja Beck bestätigt die positive Wirkung des Projekts: „Es ist ein schönes Abschlussereignis für unsere Viertklässler, die uns mit dem Ende des Schuljahrs verlassen. Das machen wir jetzt zum vierten Mal, und es ist in den Jahren gut gewachsen. Wir sind komplett begeistert, weil es die Kinder richtig voranbringt.“ Die Kinder sind so begeistert, dass sie auch zu Hause viel über das Projekt erzählen, Texte proklamieren oder Szenen vortanzen.

Gelungene Investition in die Kinderkultur

Die Finanzierung der Projektwoche erfolgt hauptsächlich durch die Stadt Lübz als Schulträger, und das Geld scheint gut angelegt zu sein. Nicht nur die künstlerische Entwicklung der Kinder wird gefördert, sondern auch soziale Aspekte kommen nicht zu kurz. Grundschüler Elias bringt es auf den Punkt: „Man kann so neue Freunde aus den Parallelklassen finden, mit denen man sonst nicht so viel zu tun hat.“ Manuel Ettelt ergänzt: „Gerade über Kunst und Kultur, wenn Kinder sich selbst verwirklichen und ausdrücken können – da kann man schon viel bewirken!“

Die Aufführung am Freitag markiert den Höhepunkt der Projektwoche, die zuvor bereits in der Schule am Klüschenberg stattfand. Mit „Burg Schlotterbeck“ zeigen die Viertklässler nicht nur ihr schauspielerisches Talent, sondern auch, wie Theaterprojekte junge Menschen stärken und Gemeinschaft fördern können.

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