Wiener Opernball 2026: Dresscode-Bruch und Promi-Emotionen in Wien
Wiener Opernball 2026: Dresscode-Bruch und Promi-Emotionen

Wiener Opernball 2026: Ein Abend voller Glamour und Kontroversen

Am Donnerstagabend fand in der Wiener Staatsoper der 68. Wiener Opernball statt, das glamouröseste Event der österreichischen Hauptstadt. Rund 5.000 Gäste, darunter zahlreiche Prominente aus Politik, Showbusiness und Adel, versammelten sich, um den Debütanten ihre Ehre zu erweisen. Der Abend war geprägt von emotionalen Momenten, modischen Ausrutschern und politischen Protesten.

Sharon Stones emotionaler Auftritt unter Tränen

Hollywood-Star Sharon Stone sorgte für einen der bewegendsten Momente des Abends. Die 67-jährige Schauspielerin ("Basic Instinct") zeigte sich auf dem roten Teppich sichtlich überwältigt. "Ich bin etwas überwältigt", sagte sie dem ORF unter Tränen. "Es hat mir ehrlich gesagt den Atem geraubt." Unmittelbar nach diesem emotionalen Ausbruch kehrte Stone kurzzeitig in ihr Hotel zurück, um sich, wie ihr Gastgeber Karl Guschlbauer erklärte, "frisch zu machen".

Später nahm sie wieder in ihrer Loge Platz und schwärmte von der Atmosphäre: "Es ist wirklich so wunderschön. Es ist wie in einem dieser Technicolor-Filme, die ich gesehen habe, als ich noch klein war." Stone, die auch als Malerin tätig ist, trug eine Robe im Stil des Wiener Jugendstil-Malers Gustav Klimt, die der verstorbene Designer Valentino für sie entworfen hatte. Sie kündigte an, ein vom Opernball inspiriertes Kunstwerk schaffen zu wollen.

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Fran Drescher bricht mit dem traditionellen Dresscode

Für einen modischen Fauxpas sorgte US-Schauspielerin Fran Drescher ("The Nanny"). Die TV-Ikone erschien in einem schwarzen Damen-Smoking mit Jackett und Rock und widersetzte sich damit klar dem offiziellen Dresscode, der für Damen bodenlange Ballkleider vorschreibt. Drescher, die jüngst im Oscar-nominierten Film "Marty Supreme" die Mutter von Timothée Chalamet spielte, setzte damit ein Statement für individuelle Stilfreiheit.

Politische Proteste und prominente Gästeliste

Die Aufmerksamkeit des Opernballs nutzte die Kommunistische Jugend Österreich für eine friedliche Demonstration. Unter dem Motto "Eat the Rich" protestierten etwa 100 Personen gegen Aufrüstung und einen möglichen NATO-Beitritt Österreichs. Auf einem Banner war die Aufschrift "Wir sterben nicht für ihre NATO! Jugend, Zukunft Sozialismus!" zu lesen.

Unter den prominenten Gästen befanden sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit Doris Schmidauer, Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), Beate Meinl-Reisinger (NEOS) sowie der ehemalige Bundeskanzler Sebastian Kurz mit Elisabeth Köstinger. Aus Deutschland reisten Comedian Oliver Pocher mit Ex-Frau Alessandra Meyer-Wölden, die Frontmänner von The BossHoss, Sascha Vollmer und Alec Völkel, sowie Modedesigner Harald Glööckler an.

Britischer Adel war durch Lady Eliza Spencer und Lady Amelia Spencer vertreten, die 33-jährigen Zwillingsnichten der verstorbenen Prinzessin Diana. Weitere Gäste waren US-Schauspielerin Fran Drescher, TV-Persönlichkeit Evelyn Burdecki sowie das Paar Stephanie Graf und Christian Baha.

Eröffnung mit Broadway-Flair

Die Eröffnungszeremonie des 68. Wiener Opernballs wurde dieses Jahr mit besonderem Broadway-Flair gestaltet. Auf dem Programm standen die "Maria"-Arie und die Balkonszene aus Leonard Bernsteins Musical "West Side Story", was dem traditionellen Event eine moderne Note verlieh. Die Debütantenpaare betraten während der Eröffnung feierlich den Saal und setzten damit den Beginn eines langen Ballabends, der bis in die frühen Morgenstunden andauerte.

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