Zazie Beetz: Berliner Hollywood-Star spricht über KI-Angst und digitale Entfremdung
Zazie Beetz über KI-Angst und digitale Entfremdung

Hollywood-Star Zazie Beetz: Keine Furcht vor einem KI-Gott

Die deutsch-amerikanische Schauspielerin Zazie Beetz (34) wurde in Berlin geboren und wuchs sowohl in New York als auch in der deutschen Hauptstadt auf. Ihre Kindheitssommer verbrachte sie regelmäßig im malerischen Allgäu. Den internationalen Durchbruch erlebte sie mit der Hauptrolle in der gefeierten Serie Atlanta und begeisterte später das Publikum im Hollywood-Blockbuster Deadpool 2.

Neuer Film behandelt Zukunftsfragen der Digitalisierung

In ihrem aktuellen Kinofilm Good Luck, Have Fun, Don't Die unter der Regie von Gore Verbinski (61), bekannt für Fluch der Karibik, spielt Beetz eine Lehrerin, die vor ihren eigenen Schülern fliehen muss. Diese sind durch ständiges Starren auf ihre Smartphones zu Zombies geworden. Der Film wirft drängende Fragen auf: Wie wird unsere Zukunft aussehen? Wird künstliche Intelligenz irgendwann intelligenter oder gar gefährlicher als der Mensch?

Im exklusiven Telefoninterview mit BILD aus New York äußert sich die gebürtige Berlinerin offen zu diesen Themen. Ich bin ehrlich gesagt komplett dagegen, gesteht Beetz bezüglich der Nutzung von KI. Ich weiß, ich sollte das mit der künstlichen Intelligenz verstehen, sie ist ja ein Teil unseres Lebens. Aber ich will nicht. Ich kann mich damit einfach nicht abfinden.

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Kritik an der digitalen Entfremdung

Die Schauspielerin nutzt ihr Handy bewusst nur zum Telefonieren und würde am liebsten ganz aus der digitalen Welt aussteigen. Durch unsere Smartphones verlernen wir, Freundschaften richtig zu pflegen, warnt sie nachdrücklich. Wir wissen auch nicht mehr, wie es ist, sich stundenlang zu unterhalten, ohne einmal zwischendrin aufs Handy zu schauen.

In Hollywood ist künstliche Intelligenz längst kein Fremdwort mehr. Seit Jahren versuchen Filmemacher, durch KI-Anwendungen Produktionsprozesse zu optimieren und Kosten zu senken. Dagegen regt sich jedoch Widerstand von Drehbuchautoren, Schauspielern und anderen Gewerken. Natürlich ist das in meinem beruflichen Alltag ständig ein Thema, bestätigt Beetz.

Menschliche Emotionen bleiben unersetzbar

Trotz aller Bedenken zeigt sich die Schauspielerin gelassen: Ich habe keine Angst davor. Die KI kann zwar vieles, aber für die Emotionen sind immer noch wir Menschen zuständig. Und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Sie fügt eine eindringliche Warnung hinzu: Wenn wir lange genug auf künstliche Gesichter schauen, vergessen wir vielleicht, wie Menschen wirklich aussehen.

Abschließend betont Zazie Beetz: Ich habe keine Angst vor einem KI-Gott. Daran glaube ich nicht. Dennoch sollten wir öfter mal die Handys beiseitelegen, sonst verlernen wir irgendwann die Kunst, zu reden. Parallel zu dieser Zukunftssatire zeigt die vielseitige Darstellerin auch im Horrorfilm The Will Kill You ab dem 26. März ihr schauspielerisches Können.

Der Film Good Luck, Have Fun, Don't Die feierte bereits auf der Berlinale seine Weltpremiere und ist aktuell in den deutschen Kinos zu sehen. Bei der exklusiven Place to B-Party von BILD und Constantin Film im Berliner Promi-Restaurant Borchardt im Februar präsentierte sich Beetz gemeinsam mit Regisseur Gore Verbinski und ihren Filmkollegen Haley Lu Richardson (31) sowie Michael Pena (50).

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